67 Prozent der Österreicher leben in einer Beziehung, wobei 59 Prozent in einem gemeinsamen Haushalt und 8 Prozent in getrennten Haushalten leben. Die Mehrheit der Befragten (94 Prozent) ist über das Einkommen des Partners informiert – 55 Prozent sogar ganz genau. Trotzdem bevorzugt die Mehrheit (56 Prozent) in der Beziehung getrennte Konten, 21 Prozent nutzen ein gemeinsames Konto, und 23 Prozent kombinieren beides. Besonders bei der jungen Generation (18–29 Jahre) sind Mischformen beliebt.
Sparverhalten im Zeichen des Individualismus
Wenn es um Sparen und Investieren geht, zeigen die Ergebnisse eine klare Tendenz zum Individualismus. 49 Prozent der Befragten möchten ihre eigenen Spar- und Anlageprodukte haben, 21 Prozent bevorzugen ausschließlich gemeinsame Produkte, und 29 Prozent eine Mischung aus beidem. Versicherungen, Girokonten und Sparkonten gehören zu den häufigsten gemeinsamen Bankprodukten in Beziehungen.
Vorsorge bei Trennung: Ein wichtiger Faktor
In Bezug auf Trennungsszenarien sind sich die Österreicher einig: 87 Prozent glauben, dass in einer Beziehung Vorsorge für eine mögliche Trennung oder Haushaltsauflösung getroffen werden sollte. Fast die Hälfte (47 Prozent) hat bereits Konflikte wegen Geld in einer Beziehung erlebt.
Ulrike Resei, Vorständin der Kärntner Sparkasse AG, erklärt: „Über Geld zu reden, gehört zu einer gesunden Beziehung dazu und darf kein Tabuthema sein. Den finanziellen Alltag gemeinsam zu meistern, schafft eine starke Basis und gibt Zuversicht, gemeinsame Ziele zu erreichen.“