Völkermarkt

Hans Wenzl: “Die Magie der 8000er”

Hans Wenzl ist ein erfahrener Höhenbergsteiger, seine Expeditionen führten den 54-Jährigen auf die höchsten Gipfel der Welt. Die Herausforderungen, die Abgeschiedenheit und die extreme Höhe faszinieren ihn immer wieder. Am 13. März hält er von 19 bis 22 Uhr bei freiem Eintritt einen Vortrag im Kultursaal des Gemeindeamts Griffen. "KLiCK"-Kärnten hat ihn vorab zum Interview gebeten.

Hans Wenzl: “Die Magie der 8000er” Ein Extrembergsteiger berichtet von seinen abenteuerlichen Expeditionen in die höchsten Höhen der Erde.

© Hans Wenzl

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

„Die gewal­ti­gen Dimen­sio­nen des Hima­la­ya und die Abge­schie­den­heit der Acht­tau­sen­der zie­hen mich immer wie­der in ihren Bann“, erzählt der Extrem­berg­stei­ger. Auch die Men­schen und die Kul­tur der Regi­on spie­len eine gro­ße Rol­le. „Die Bestei­gung eines so hohen Ber­ges ist eine ein­zig­ar­ti­ge Her­aus­for­de­rung – es gibt welt­weit nur 14 Gip­fel über 8000 Meter.“

Der Weg zum ers­ten Gip­fel

Den Wunsch, ein­mal am Fuße eines Acht­tau­sen­ders zu ste­hen und die dün­ne Luft der extre­men Höhen zu spü­ren, hat­te der 54-Jäh­ri­ge schon lan­ge. „Ich woll­te ein­fach wis­sen, wie es sich anfühlt, so weit oben zu sein.“ Die damit ver­bun­de­ne Her­aus­for­de­rung reiz­te ihn beson­ders. „Ohne zusätz­li­chen Sau­er­stoff und Hoch­trä­ger ist das Aben­teu­er zwar nicht leicht, aber noch finan­zier­bar.“

Erfol­ge und Her­aus­for­de­run­gen

„Jeder Acht­tau­sen­der stellt eine enor­me Her­aus­for­de­rung dar, beson­ders ohne zusätz­li­chen Sau­er­stoff“, betont er. Fak­to­ren wie Wet­ter und Schnee­ver­hält­nis­se beein­flus­sen die Schwie­rig­keit der Bestei­gung erheb­lich. „Der K2 und die Anna­pur­na waren für mich die här­tes­ten Her­aus­for­de­run­gen, aber auch der Mount Ever­est bleibt wegen sei­ner extre­men Höhe ein beson­de­rer Gip­fel, den nur weni­ge Men­schen ohne Sau­er­stoff erklim­men kön­nen.“

Anzei­ge

Vor­be­rei­tung auf die Extre­me

Die kör­per­li­che Fit­ness spielt eine ent­schei­den­de Rol­le. „Ich trai­nie­re viel an der Lang­zeit­aus­dau­er – Ski­berg­stei­gen, Berg­lau­fen, klas­si­sches Berg­stei­gen.“ Men­tal ist die Her­an­ge­hens­wei­se eben­so wich­tig: „Ohne Druck und mit dem nöti­gen Respekt vor der Her­aus­for­de­rung gehe ich mei­ne Expe­di­tio­nen an.“

 

Anzei­ge

Momen­te des Zwei­felns

Nach lan­gen, kräf­te­zeh­ren­den Expe­di­tio­nen kam immer wie­der der Gedan­ke: „Nie wie­der!“ Doch nach eini­gen Mona­ten über­wie­gen die posi­ti­ven Erleb­nis­se, und die Moti­va­ti­on kehrt zurück. „Man sieht dann nur noch die schö­nen Momen­te und will wie­der hin­auf.“

Team­geist in gro­ßen Höhen

Beim Höhen­berg­stei­gen spielt Team­geist eine wesent­li­che Rol­le – beim Auf­bau der Zel­te, der gegen­sei­ti­gen Moti­va­ti­on und dem Trans­port von Aus­rüs­tung ins Hoch­la­ger. „Aber den Gip­fel­auf­stieg macht jeder für sich allein – jeder geht in sei­nem eige­nen Rhyth­mus.“

Anzei­ge

Kli­ma­wan­del in den Ber­gen

In über 20 Jah­ren Höhen­berg­stei­gen hat er per­sön­lich kei­ne spür­ba­ren Ver­än­de­run­gen durch den Kli­ma­wan­del im Hima­la­ya fest­ge­stellt. „Für mich hat sich in den Bedin­gun­gen kaum etwas ver­än­dert.“

Ein­blick in eine ande­re Welt

In sei­nen Vor­trä­gen gibt der Extrem­berg­stei­ger einen tie­fen Ein­blick in das Leben an den höchs­ten Ber­gen der Welt. „Ich möch­te den Men­schen zei­gen, was es bedeu­tet, in die­sen Höhen zu leben und zu kämp­fen.“ Von Dimen­sio­nen und Gefah­ren bis hin zu sei­nen eige­nen Ängs­ten in den Hoch­la­gern – sein Vor­trag in Völ­ker­markt ver­spricht fes­seln­de Geschich­ten aus einer Welt, die nur weni­ge Men­schen je erle­ben.

 

 

07.03.2025 19:01 - Update am: 07.03.2025 19:09
Anzeige
Hans Wenzl: “Die Magie der 8000er” Ein Extrembergsteiger berichtet von seinen abenteuerlichen Expeditionen in die höchsten Höhen der Erde.

© Hans Wenzl