Verleihung

Kärnt­ner Natur­schutz­preis erst­mals ver­lie­hen

In Klagenfurt wurde zum ersten Mal der Kärntner Naturschutzpreis vergeben. Die „Goldene Unke“ ging an das Projekt „Natur am Zug“ der ÖBB Infrastruktur AG. Eine „Ehrenunke“ bekam das Privatvorhaben „Vom Normalhaus zum Sonnenhaus“ von Werner Kastiunig.

Kärnt­ner Natur­schutz­preis erst­mals ver­lie­hen Verleihung der „Goldenen Unke“ und der „Ehrenunke“ mit dem zweiten Landtagspräsidenten Jakob Strauß (Dritter von rechts)

© Büro LR Schaar

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„Es ist beein­dru­ckend, wie inno­va­tiv im Span­nungs­feld zwi­schen Natur­schutz und Bau­wirt­schaft geplant und rea­li­siert wird. Die gelun­ge­nen Umset­zun­gen, die wir im Rah­men des Wett­be­werbs vor den Vor­hang holen, sol­len auch ande­re moti­vie­ren, Bau­pro­jek­te natur- und kli­ma­scho­nen­der umzu­set­zen“, sagt Lan­des­rä­tin Sara Schaar, Umwelt- und Natur­schutz-Refe­ren­tin des Lan­des Kärn­ten. Der Kärnt­ner Natur­schutz­preis zeich­net inno­va­ti­ve, natur­na­he und natur­scho­nen­de Pro­jek­te im Bau­be­reich aus. Ver­lie­hen wur­de die „Gol­de­ne Unke“ durch den zwei­ten Land­tags­prä­si­den­ten Jakob Strauß. Er ver­trat Lan­des­rä­tin Schaar.

Sie­ger­pro­jekt der ÖBB Infra­struk­tur AG

„Die­ses Pro­jekt zeigt, dass Umwelt­schutz und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung kei­ne Gegen­sät­ze sind. Es ent­stan­den um 5.400 Qua­drat­me­ter mehr Bio­to­pe als vom Bau bean­sprucht wur­den. Dadurch haben sich Tier­ar­ten neu ange­sie­delt, die davor im Gra­nitz­tal gar nicht hei­misch waren – etwa der Eis­vo­gel. Und auch die Gelb­bau­chun­ke wur­de in einem Bio­top gesich­tet“, berich­tet Schaar. Das Sie­ger­pro­jekt trägt den Titel „Natur am Zug – öko­lo­gi­sche Pro­jekt­ab­wick­lung an der Kor­alm­bahn im Gra­nitz­tal“. Die Bau­maß­nah­men der Kor­alm­bahn berüh­ren im Gra­nitz­tal öko­lo­gisch sen­si­ble Berei­che. Aus die­sem Grund ach­te­te die ÖBB Infra­struk­tur AG auf eine öko­lo­gi­sche Pro­jekt­ab­wick­lung mit land­schafts­öko­lo­gi­schem Begleit­plan, öko­lo­gi­schem Logis­tik-Kon­zept und öko­lo­gi­scher Bau­lei­tung. So konn­ten Ein­grif­fe in die Natur nicht nur aus­ge­gli­chen, son­dern auch die öko­lo­gi­sche Situa­ti­on im Gra­nitz­tal ver­bes­sert wer­den. „Es ist wich­tig, dass bei Bau­pro­jek­ten Maß­nah­men gesetzt wer­den, die über die behörd­li­chen Auf­la­gen hin­aus­ge­hen“, betont Schaar.

Ehren­un­ke für pri­va­tes Vor­ha­ben

Das pri­va­te Pro­jekt „Vom Nor­mal­haus zum Son­nen­haus“ von Wer­ner Kas­ti­unig aus Lands­kron bei Vil­lach wur­de mit einer „Ehren­un­ke“ aus­ge­zeich­net. „Beson­ders inter­es­sant ist, dass Kas­ti­unig Dach­zie­gel ver­wen­det, die durch ihre Hohl­räu­me ein Lebens­raum für Insek­ten sind. Tot­holz, das er im Gar­ten belässt, ist ein groß­ar­ti­ger Lebens­raum für Wild­bie­nen und Bau­schutt, der beim Umbau ange­fal­len ist, wur­de für die Gestal­tung von Bee­ten wie­der­ver­wen­det, um Per­ma­kul­tur zu betrei­ben“, zeigt sich Schaar über den Bei­trag zu mehr Bio­di­ver­si­tät erfreut. Bei die­sem Pro­jekt han­delt sich um einen Haus­um­bau. Das Kon­zept besteht aus der Nut­zung von Son­nen­en­er­gie, Instal­la­ti­on eines Gründachs, Errich­tung von Bie­nen­wei­den, dem Pflan­zen von Obst­bäu­men und einem bio­lo­gi­schen Gemü­se­gar­ten.

Orga­ni­sa­ti­on und Jury

Für die Orga­ni­sa­ti­on der „Gol­de­nen Unke“ war die Fach­hoch­schu­le (FH) Kärn­ten (Stu­di­en­be­reich „Bau­in­ge­nieur­we­sen und Archi­tek­tur“) in Koope­ra­ti­on mit dem E.C.O. Insti­tut für Öko­lo­gie ver­ant­wort­lich. Wäh­rend Mar­tin Schnei­der die Pro­jekt­lei­tung über­nahm, beglei­te­te Micha­el Jung­mei­er das Pro­jekt wis­sen­schaft­lich. Die Jury, bestehend aus Vor­sit­zen­dem Mar­tin Schnei­der, Lan­des­rä­tin Sara Schaar, Klaus Klein­eg­ger (Abtei­lung Natur­schutz, Amt der Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung), Josef Knap­pin­g­er (ZT-Kam­mer) und Chris­toph Aste (Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten), ent­schied sich für die Gewin­ner auf Grund­la­ge von Besich­ti­gun­gen der Pro­jek­te durch Exper­ten.

19.09.2021 16:52
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Kärnt­ner Natur­schutz­preis erst­mals ver­lie­hen Verleihung der „Goldenen Unke“ und der „Ehrenunke“ mit dem zweiten Landtagspräsidenten Jakob Strauß (Dritter von rechts)

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