Spittal/Drau
Vermisster Alpinist lebend gefunden
Gegen 21.15 Uhr meldete ein 41-Jähriger seinen künftigen Schwiegervater (53) als vermisst. Der erfahrene Berggeher war seit 18.30 Uhr nicht mehr gesehen worden, Spuren führten bergwärts Richtung Kolmitzen (Bezirk Spittal an der Drau).
© Red/KK
Sofort begann eine groß angelegte Suchaktion. Die Bergrettung Winklern, die Alpinpolizei und freiwillige Helfer suchten das steile, unwegsame Gelände ab. Ein Polizeihubschrauber mit FLIR-Technik durchleuchtete die Umgebung aus der Luft. Eine Ortung des Handys blieb erfolglos.
Spuren führen ins Hochgebirge
Die ersten Hinweise deuteten auf einen kleinen Lawinenkegel hin, doch die Suche dort verlief ergebnislos. Trotz Dunkelheit und eisiger Temperaturen folgten die Retter den spärlichen Spuren weiter ins alpine Gelände.
Rettung in der Ochsnerhütte
Gegen 02.30 Uhr fand die Bergrettung den Vermissten in der Ochsnerhütte auf 2096 Metern Seehöhe. Er war erschöpft, unterkühlt und durchnässt, aber am Leben. Um nicht zu erfrieren, hatte er ein Fenster eingeschlagen, sich Zutritt verschafft und Schutz gesucht. Die Einsatzkräfte versorgten ihn vor Ort.
Per Hubschrauber ins Tal
Um 05.30 Uhr flog der Polizeihubschrauber “Libelle” den 53-Jährigen ins Tal. Anschließend wurde er mit der Rettung ins Krankenhaus Lienz gebracht. Die Angehörigen zeigten sich erleichtert und dankten allen beteiligten Kräften.
Neben den örtlichen Polizeistreifen standen im Einsatz:
- Bergrettung Winklern mit 8 Personen
- Polizeihubschrauber FLIR sowie “Libelle”
- Alpine Einsatzgruppe Spittal
- Freiwillige Helfer mit Traktor
- Rettungskräfte aus Winklern
