Jubiläum

30 Jah­re EU: Erfolgs­weg für Kärn­ten

Am 9. Mai 1950 legte Robert Schumann den Grundstein für die heutige Europäische Union. Und Österreich ist seit 1995 ein Mitglied der Europäischen Union ist.

30 Jah­re EU: Erfolgs­weg für Kärn­ten "Die EU ist nicht perfekt, aber sie ist alternativlos, wenn wir eine friedliche, sichere und wohlhabende Zukunft für Kärnten und Europa wollen", sagt Landeshauptmann Peter Kaiser.

© LPD Kärnten/Jannach

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“Wegen der viel­fäl­ti­gen und umfas­sen­den Bedro­hun­gen, die wir für unser gewohn­tes Leben, für unse­re gemein­sa­men Wer­te, für unser gesell­schaft­li­ches Zusam­men­sein emp­fin­den, bin ich so froh, dass Öster­reich ein Teil der EU ist”, sagt Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser.

Euro­pa sichert Arbeits­plät­ze und Wachs­tum

Drei Jahr­zehn­te spä­ter ist Kärn­ten nicht mehr eine Rand­re­gi­on, son­dern ein inno­va­ti­ver Wirt­schafts­stand­ort im Her­zen Euro­pas. Der EU-Bei­tritt war für uns ein ech­ter Ent­wick­lungs­mo­tor – wirt­schaft­lich, sozi­al und gesell­schaft­lich. Heu­te pro­fi­tie­ren wir von mas­si­ven Inves­ti­tio­nen in unse­re Infra­struk­tur und zahl­rei­chen EU-geför­der­ten Pro­jek­ten, die Arbeits­plät­ze sichern und die Zukunft unse­res Lan­des gestal­ten. Eines der größ­ten Argu­men­te für die EU-Mit­glied­schaft war immer der wirt­schaft­li­che Auf­schwung, und Kärn­ten ist dafür ein Para­de­bei­spiel. Dank der Euro­päi­schen Uni­on wur­den seit 1995 unzäh­li­ge Pro­jek­te umge­setzt, die maß­geb­lich zur Stär­kung des Wirt­schafts­stand­or­tes bei­getra­gen haben.

Alter­na­ti­ve zu natio­na­len Allein­gän­gen

Neben den wirt­schaft­li­chen Vor­tei­len hat die EU Kärn­ten auch gesell­schaft­lich und kul­tu­rell vor­an­ge­bracht. Die offe­ne Gren­ze zu Slo­we­ni­en ist heu­te eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Eras­mus+ hat es tau­sen­den Kärnt­nern ermög­licht, im Aus­land zu stu­die­ren und inter­na­tio­na­le Erfah­run­gen zu sam­meln. Gleich­zei­tig hat Kärn­ten durch EU-Initia­ti­ven wie Inter­reg von der Zusam­men­ar­beit mit Nach­bar­re­gio­nen in Ita­li­en und Slo­we­ni­en pro­fi­tiert.

Wachs­tum durch Inte­gra­ti­on

“Wenn heu­te viel vom Büro­kra­tie­ab­bau die Rede ist, so will ich die­se Not­wen­dig­keit gar nicht abstrei­ten. Doch das ist nur eine Sei­te der Medail­le. Ich habe die EU mit ihren  Exper­ten über vie­le Jah­re als enorm kom­pe­tent und effi­zi­ent ken­nen gelernt. Ver­bes­se­rungs­be­darf gab und gibt es immer und über­all”, sagt Kai­ser. Doch die Ver­wal­tung in Brüs­sel und Straß­burg sei wie jene in Wien und Kla­gen­furt in ers­ter Linie hoch­pro­fes­sio­nell. Sonst wäre es kaum mög­lich, dass Öster­reichs Ein­bin­dung in die Uni­on die hei­mi­sche Wirt­schaft jähr­lich um durch­schnitt­lich 0,7 Pro­zent stär­ker wach­sen ließ, als es sonst der Fall gewe­sen wäre.

Die Unter­neh­men haben auch durch den Weg­fall von Zoll­kon­trol­len und War­te­zei­ten pro­fi­tiert. Allein die damit erziel­ten Ein­spa­run­gen betra­gen jähr­lich zwi­schen 2,7 und 6,85 Mil­li­ar­den Euro. Vor allem klei­nen und mitt­le­ren Betrie­ben wird der Markt­ein­tritt durch den Abbau von Han­dels­bar­rie­ren und die gegen­sei­ti­ge Aner­ken­nung von Prüf­zeug­nis­sen erleich­tert. Der öster­rei­chi­sche Außen­han­del voll­zieht sich zu 70 Pro­zent mit EU-Län­dern. Die Expor­te in die Mit­glieds­staa­ten sind von 33 Mil­li­ar­den Euro (1995) auf 137 Mil­li­ar­den Euro (2023) gestie­gen.

Rie­si­ge inter­na­tio­na­le Inves­ti­tio­nen

In Kärn­ten gibt es mit Infi­ne­on — und sei­ner größ­ten pri­va­ten Inves­ti­ti­on in der Zwei­ten Repu­blik in Höhe von 1,6 Mil­li­ar­den Euro — das stärks­te Bei­spiel, um wie­viel attrak­ti­ver Öster­reich durch den EU-Bei­tritt für inter­na­tio­na­le Direkt­in­ves­ti­tio­nen gewor­den ist. Und das in der Halb­lei­ter-Indus­trie, die das Herz des digi­ta­len tech­no­lo­gi­schen Fort­schritts ist. Ins­ge­samt sind sol­che Inves­ti­tio­nen von 1995 16 Mil­li­ar­den auf 2023 bereits 205 Mil­li­ar­den Euro ange­wach­sen. Die inter­na­tio­na­len Unter­neh­men, die nach Öster­reich und Kärn­ten gekom­men sind, gel­ten als beson­ders for­schungs­in­ten­siv und pro­duk­tiv. Vie­le zah­len auch über­durch­schnitt­li­che Gehäl­ter. Durch die Ansied­lung gro­ßer Unter­neh­men ent­ste­hen neue Chan­cen für Zulie­fer­be­trie­be.

För­de­rung von For­schung und Bil­dung

In Öster­reich hat sich durch die Teil­nah­me an Pro­jek­ten die For­schungs­quo­te mehr als ver­dop­pelt. Das seit Jahr­zehn­ten bewähr­te Aus­tausch­pro­gramm Eras­mus trägt dazu bei, dass die Bil­dung dafür per­ma­nent auf inter­na­tio­na­lem Niveau bleibt: Mehr als 15 Mil­lio­nen Men­schen aus 33 Län­dern haben schon dar­an teil­ge­nom­men. Allein von 2021 bis 2027 erhält Öster­reich 666 Mil­lio­nen Euro aus dem Pro­gramm Eras­mus+. Es erfreut sich auch in Kärn­ten wach­sen­der Beliebt­heit. 2022 betei­lig­ten sich dar­an 1.792 Schü­ler, Stu­die­ren­de sowie im Bil­dungs­be­reich Beschäf­tig­te. Drü­ber hin­aus bie­tet auch das Euro­päi­sche Soli­da­ri­täts­korps jun­gen Men­schen die Mög­lich­keit, Frei­wil­li­gen­ein­sät­ze im Aus­land zu absol­vie­ren.

Mil­li­ar­den für die regio­na­le Ent­wick­lung

Rund acht Mil­li­ar­den Euro EU-För­de­rung für regio­na­le Pro­jek­te bekam und bekommt Öster­reich in der lau­fen­den Peri­ode seit 1995. Zusam­men mit den natio­na­len Kofi­nan­zie­run­gen ist das ein Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von fast 30 Mil­li­ar­den Euro. Auch Kärnt­ner Betrie­be pro­fi­tie­ren über­durch­schnitt­lich davon. Denn die EU-Struk­tur­fonds hel­fen auch, Wohl­stands­un­ter­schie­de zwi­schen den euro­päi­schen, aber auch inner­halb der den natio­na­len Regio­nen zu redu­zie­ren.

Seit dem Uni­ons­bei­tritt vor 30 Jah­ren flos­sen schon — berei­nigt um Kärn­tens Bei­trag an die EU — mehr als zwei Mil­li­ar­den Euro an EU-Gel­dern nach Kärn­ten — net­to! “Unser Bun­des­land pro­fi­tiert als Net­to­emp­fän­ger von der Mit­glied­schaft in der EU. Für Berei­che wie den Arbeits­markt, Sozia­les, die Land­wirt­schaft, Bil­dung, Sport und Inno­va­ti­on wur­den mehr als 11.000 Pro­jek­te ein­ge­reicht und geneh­migt”, zeigt Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser auf.

04.05.2025 10:29
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30 Jah­re EU: Erfolgs­weg für Kärn­ten "Die EU ist nicht perfekt, aber sie ist alternativlos, wenn wir eine friedliche, sichere und wohlhabende Zukunft für Kärnten und Europa wollen", sagt Landeshauptmann Peter Kaiser.

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