In Hohenthurn
Nach Wolfssichtung: Land will Abschuss-Bescheid ausdehnen!
Heute wurde im Gemeindegebiet von Hohenthurn ein Wolf gesichtet. Landesrat und Jagdreferent Martin Gruber lässt prüfen, ob ein Abschuss möglich ist.
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Ein 31-jähriger Arbeiter aus der Gemeinde Hohenthurn gab an, heute auf der Feistritzer Landesstraße im Ortsgebiet von Dreulach unmittelbar vor ihm einen Wolf gesehen zu haben, als er mit seinem Auto Richtung Arnoldstein unterwegs war. Der Wolf querte auf der Höhe der Bushaltestelle die Fahrbahn, war etwa 80 Zentimeter groß und hatte einen sehr großen Kopf.
Zwei Schafe gerissen
Da in diesem Bereich später Volksschüler auf den Linienbus warten würden, teilte der Mann seine Sichtung dem Bürgermeister mit, der die Polizeiinspektion Arnoldstein in Kenntnis setzte. Die Polizei konnte den Wolf jedoch nicht sichten. Der Wolf soll in der Nacht von gestern auf heute zwei Schafe im Ortsgebiet von Hohenthurn gerissen haben.
Die Bevölkerung schützen
Den Vorfall nimmt die zuständige Behörde des Landes Kärnten zum Anlass, eine mögliche Ausdehnung des Abschuss-Bescheids für die drei Gailtaler Almen (Egger, Poludnig und Kirchbacher Wipfel) zu prüfen. „Die Bevölkerung muss geschützt werden und dafür werde ich alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Aufgrund der heutigen Sichtung habe ich daher umgehend die Prüfung beauftragt, ob ein Abschuss möglich ist. Denn der Vorfall zeigt, dass der Wolf in diesem Gebiet die Scheu vor Menschen verloren hat“, betont Landesrat und Jagdreferent Martin Gruber. Er fügt hinzu: „Dass ein Wolf bereits in bewohntem Gebiet auftaucht, macht nochmals deutlich wie dringend notwendig die Wolfsverordnung ist, an der derzeit gearbeitet wird, um rascher eingreifen zu können.“