Fleisch & Wurst

Ein Wettbewerb, der niemandem „Wurst“ ist!

Im Fleischkompetenzzentrum in Klagenfurt ging es zwei Tage lang um die Wurst. Eine prominente Jury verkostete heute die Einreichungen.

Ein Wettbewerb, der niemandem „Wurst“ ist! Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl, Innungsmeister Raimund Plautz und Landeshauptmann Peter Kaiser (von links) beim Verkosten

© LPD Kärnten/Peter Just

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Um die Wurst ging im Fleischkompetenzzentrum des WIFI Kärnten in Klagenfurt. Dort stand beim 23. internationalen Fachwettbewerb für Fleisch- und Wurstwaren (IFFW) der gute Geschmack im Mittelpunkt. Davon konnte sich heute früh eine hochrangige Jury – darunter Landeshauptmann Peter Kaiser, Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl, ÖVP-Klubobmann Markus Malle und der gelernte Fleischer und spätere Boxchampion Joe „Tiger“ Pachler – persönlich überzeugen. Zwei Tage lang verkosteten Fachleute die hunderten Einreichungen, bis die Medaillen-Gewinner feststanden und die begehrten Urkunden die Wände der Fleischerläden zieren.

Standortbestimmung für gewerbliche Fleischer

„Ein solcher Wettbewerb ist eine hervorragende Gelegenheit, das Handwerk zu zelebrieren und in der Öffentlichkeit darzustellen“, sagte Wirtschaftskammer-Präsident Mandl. Der IFFW ist, so Mandl, eine Standortbestimmung für die heimischen gewerblichen Fleischer. Er hob neben der besonderen Güte der Einreichungen – die weitest gereiste stammt aus Neuseeland – speziell die Bedeutung des auf dem Gelände der ehemaligen Postgarage errichteten Fleischkompetenzzentrums hervor: „Wir haben als einziges Bundesland wirklich Geld in die Hand genommen und eine hochmoderne Ausbildungsstätte geschaffen. Jetzt sehen wir den Erfolg: Die Zahlen der Lehrlinge und der Meisterausbildungen ist wieder im Steigen begriffen. Das garantiert die hohe Qualität und die Ausbildungsstandards, die wir in diesem Beruf haben.“

Auszeichnung für Fleischer-Handwerk

Auch für Landeshauptmann Kaiser ist der internationale Fachwettbewerb eine klare Auszeichnung für das Fleischer-Handwerk: „Dieses Handwerk rückt die regionalen Produkte ganz besonders in den Mittelpunkt. Dies entspricht auch voll und ganz der Kärntner Regionalitäts-Charta, die wir seitens der Landesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern aufgesetzt und beschlossen haben. Damit sollen heimische Produkte ganz besonders in den Mittelpunkt gerückt werden.“

Das Fleischer-Handwerk steht jedoch unter großem Konkurrenzdruck gegenüber der industriellen Herstellung und den Lebensmittelketten. Damit spielt Kaiser auf die aktuelle Diskussion zwischen Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und den Supermarkt-Konzernen an: „Ich glaube, dass wir hinsichtlich Konzernen und Lebensmittelketten noch eine gewisse Gerechtigkeit erreichen werden können. Ich habe nicht zuletzt bei dieser Verkostung erlebt, wieviel Arbeit und Wissen in die handwerkliche Herstellung mit einfließen, damit sollte eine entsprechende Wertschätzung einhergehen.“

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Oberjuror Wolfgang Seidl, Landeshauptmann Peter Kaiser, Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl und Bundesinnungsmeister Raimund Plautz (von links)
© WKK/Peter Just

Wissenswert

Das Fleischkompetenzzentrum des WIFI Kärnten wurde im Jahr 2016 eröffnet und ist eine wichtige Ergänzung für die rund 90 aktiven Fleischerei-Betriebe im Land, die derzeit etwa 2.000 Mitarbeiter beschäftigen und 35 Lehrlinge ausbilden. Die Fachwerkstätte bietet einen handwerklichen Ausbildungsschwerpunkt in den Bereichen Lehre, Berufsschulunterricht, Meisterprüfungskurse sowie fachliche Aus- und Weiterbildungen für Betriebe und Mitarbeiter. Darüber hinaus gibt es enge Kooperationen mit der Landwirtschaft und dem Arbeitsmarktservice.

22.09.2021 16:35 - Update am: 22.09.2021 16:40
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Ein Wettbewerb, der niemandem „Wurst“ ist! Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl, Innungsmeister Raimund Plautz und Landeshauptmann Peter Kaiser (von links) beim Verkosten

© LPD Kärnten/Peter Just