Mit einem feinen Fest im Café WurzelWerk wurde am Montagabend die RegionalCaritas St. Veit offiziell eröffnet. Sie vernetzt Menschen, Gemeinden und Organisationen im Kampf gegen Einsamkeit und für ein lebendiges soziales Netz. Der neue Standort am Kirchplatz 2 wird zur zentralen Anlaufstelle für freiwilliges Engagement, persönliche Anliegen und soziale Projekte im Bezirk.
Bewegende Begegnungen für mehr Miteinander
Gleichzeitig fiel der Startschuss für das Projekt „Bewegende Begegnungen“, das in den Fokus-Gemeinden St. Veit, Friesach, Althofen und Klein St. Paul umgesetzt wird. Ziel ist der Aufbau sogenannter sorgender Gemeinschaften, in denen Menschen füreinander da sind – mit besonderem Augenmerk auf ältere und vulnerable Mitbürgerinnen und Mitbürger. Gefördert wird das Projekt vom Fonds Gesundes Österreich.
Stimmen aus den Gemeinden
St. Veits Bürgermeister Martin Kulmer begrüßt die Initiative als Impuls für ein neues Miteinander: „Die RegionalCaritas stärkt unsere Stadt als Ort der gelebten Solidarität.“ Auch in Friesach, Althofen und Klein St. Paul stoßen Projekt und Caritas-Engagement auf breite Unterstützung. Vizebürgermeisterin Ursula Heitzer nennt es eine „große Chance“, um gerade älteren Menschen neue Wege aus der Isolation zu eröffnen. Für Bürgermeisterin Gabriele Dörflinger braucht es angesichts globaler Krisen ein starkes, lokales Miteinander. Sie fordert eine Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit – auch bei der Pension. Althofens Bürgermeister Walter Zemrosser setzt mit dem „Ratschbankerl“, das am 14. Mai in der Seniorenwohnanlage eröffnet wird, gleich ein konkretes Zeichen gegen Einsamkeit.
Kleine Schritte mit großer Wirkung
„Jeder kann Teil einer sorgenden Gemeinschaft sein“, betont Projektkoordinatorin Verena Wernbacher. Ob beim Kaffeetrinken, mit einem offenen Ohr oder durch Beteiligung an Nachbarschaftsprojekten – entscheidend sei die gelebte Achtsamkeit im Alltag. Die RegionalCaritas mache Mitmachen leicht: Interessierte können Care-Gruppen gründen, Veranstaltungen unterstützen oder einfach da sein, wenn Hilfe gebraucht wird.
Ein Raum, in dem Verantwortung gelebt wird
Caritasdirektor Ernst Sandriesser sieht in der RegionalCaritas mehr als eine Einrichtung: „Es geht um echte Begegnung, ums Zuhören und das gemeinsame Tun – besonders für jene, die oft übersehen werden.“ Die Gesellschaft brauche neue Formen des Zusammenhalts, um die Herausforderungen der Zeit zu bewältigen.