Spittal

Kärnt­ner Kul­tur­land­schaft hat neu­es Juwel

Vizekanzler Andreas Babler überreichte Erika Schuster für ihr kulturelles Lebenswerk das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich.

Kärnt­ner Kul­tur­land­schaft hat neu­es JuwelHans Peter Haselsteiner, Landeshauptmann Peter Kaiser, Erika Schuster, Vizekanzler Andreas Babler und Landesrat Daniel Fellner (von links).

© LPD Kärnten/Willi Pleschberger

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Mit einem Fest­akt und vie­len Kul­tur­be­geis­ter­ten wur­den das neue Kunst­haus Gmünd und die Aus­stel­lung David Hock­ney. Das gra­fi­sche Werk eines der bedeu­tends­ten Künst­ler von Vize­kanz­ler Andre­as Babler und Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser im Bei­sein von Lan­des­rat Dani­el Fell­ner, Ulli und Hans Peter Hasel­stei­ner, sämt­li­chen Bür­ger­meis­tern der Nach­bar­ge­mein­den und Gmünds Bür­ger­meis­ter Josef Juri eröff­net.

Kul­tur ermög­licht Ent­wick­lung

„Die­ses Haus, ein Haus, das Kunst­schaf­fen­de und Kunst­ge­nie­ßer zusam­men­führt, das kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung zulässt und damit Wei­ter­ent­wick­lung ermög­licht, kön­nen wir dank pri­va­ter Initia­ti­ven heu­te eröff­nen”, sag­te Kai­ser bei der Eröff­nung. Mann kön­ne Kunst und Kul­tur allen zugäng­lich machen, weil Men­schen über­zeugt sind von der Wich­tig­keit des kri­ti­schen Blick­win­kels von Künst­lern und der kri­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung der Betrach­ter.

“Es taucht auf, was wir längst als über­wun­den geglaubt haben, wir sind kaum mehr in der Lage, zu pro­gnos­ti­zie­ren, was der nächs­te Tag an glo­ba­ler, gesell­schaft­li­cher Ver­än­de­rung bringt. Doch Kunst und Kul­tur sind die Kon­stan­ten, die Men­schen zusam­men­füh­ren und einen.”

Ihr kul­tu­rel­les Lebens­werk

Beson­ders hob Kai­ser die Leis­tun­gen von Eri­ka Schus­ter, Lei­te­rin der Künstler:innenstadt Gmünd gemein­nüt­zi­ge Pri­vat­stif­tung her­vor: „Das Land Kärn­ten hat sei­ne Wert­schät­zung gegen­über der Leis­tung, dem Enga­ge­ment, der Beharr­lich­keit und vor allem ihrem Herz mit einem Ehren­zei­chen sicht­bar gemacht.” Der Vize­kanz­ler über­reich­te Eri­ka Schus­ter für ihr kul­tu­rel­les Lebens­werk das Gol­de­ne Ehren­zei­chen der Repu­blik Öster­reich: „Es ist Eri­ka Schus­ter zu ver­dan­ken, dass Gmünd weit über Kärn­tens Gren­zen hin­aus bekannt ist, dass Künst­ler der gan­zen Welt nach Gmünd kom­men.”

Es sei laut Babler Auf­ga­be der Poli­tik, per­ma­nent frei­en Zugang zu Kunst und Kul­tur zu schaf­fen, denn Kunst und Kul­tur fun­gie­ren als eine der wesent­lichs­ten Grund­la­gen einer Demo­kra­tie: “Der Aus­tausch, der durch Kunst und Kul­tur mög­lich wird, der stän­di­ge Dis­kurs, sind Basis für ein demo­kra­ti­sches Zusam­men­le­ben und unver­kenn­ba­rer Aus­druck einer Demo­kra­tie.”

“Wir stär­ken Kunst und Kul­tur”

Gelei­tet wird das neue Kunst­haus von Eri­ka Schus­ter, die auf ihre 30-jäh­ri­ge Erfah­rung und ihr Enga­ge­ment für Gmünd zurück­bli­cken kann. Über 30 Fir­men aus der Regi­on waren laut ihr dar­an betei­ligt, dass die­ses neue Juwel ent­ste­hen hat kön­nen. Betrei­ber ist künf­tig die Künstler:innenstadt Gmünd gemein­nüt­zi­ge Pri­vat­stif­tung. Im Juli wird Eri­ka Schus­ter ihrer Toch­ter Julia die Auf­ga­be der Geschäfts­füh­re­rin der Stif­tung über­ge­ben.

Kunst­mä­zen Hans Peter Hasel­stei­ner sieht in der Kunst ein ein­deu­ti­ges Bin­de­glied der Gesell­schaft gegen­über den tren­nen­den Ele­men­ten der Social Media-Welt: “Daher stär­ken wir Kunst und Kul­tur. Gmünd spricht hier für sich, die Stadt hat nicht nur Charme, sie ist unver­wech­sel­bar.” Bür­ger­meis­ter Josef Jury über­reich­te Eri­ka Schus­ter den sym­bo­li­schen gol­de­nen Schlüs­sel für die Eröff­nung des neu­en Kunst­hau­ses und dank­te alle, die die Sanie­rung und Eröff­nung ermög­licht haben.

Wis­sens­wert

Es konn­ten 400 Qua­drat­me­ter Gesamt­aus­stel­lungs­flä­che und 10 Aus­stel­lungs­räu­me auf 2 Ebe­nen, alle­samt bar­rie­re­frei, sowie der 500 Qua­drat­me­ter gro­ße und auto­freie Vor­platz errich­tet wer­den, weil die Hans Peter Hasel­stei­ner Pri­vat­stif­tung das ehe­ma­li­ge Lax-Haus ange­kauft und reno­viert hat (Gesamt­in­ves­ti­ti­on: 3 Mil­lio­nen Euro). Seit Jän­ner 2024 hat die Stif­tung auch die gesam­te Kul­tur- und Ver­mark­tungs­ar­beit über­nom­men, die zuvor vom Ver­ein Kul­tur­in­itia­ti­ve Gmünd getra­gen wor­den ist.

Der Innen­hof des Gebäu­des wur­de mit einem Lift und der Dach­bo­den mit der gesam­ten Haus­tech­nik aus­ge­stat­tet. Im Gebäu­de sind neben Aus­stel­lungs­räu­men durch das neu geschaf­fe­ne Audi­to­ri­um auch Film­vor­füh­run­gen und Vor­trä­ge mög­lich. Ergänzt wird das Kunst­haus durch eine Prä­senz­bi­blio­thek mit Kunst­bü­chern, zum Teil gestif­tet vom Kunst­his­to­ri­schen Muse­um Wien.

24.05.2025 16:30 - Update am: 24.05.2025 16:34
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Kärnt­ner Kul­tur­land­schaft hat neu­es JuwelHans Peter Haselsteiner, Landeshauptmann Peter Kaiser, Erika Schuster, Vizekanzler Andreas Babler und Landesrat Daniel Fellner (von links).

© LPD Kärnten/Willi Pleschberger