Kärntner Tourismus
Mit der Herbst-Kampagne für eine Zugabe des Sommers
Beim gestrigen Pressegespräch in Klagenfurt zeigten sich Landesrat Sebastian Schuschnig, Josef Petritsch, Spartenobmann der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten, und „Kärnten Werbung“-Chef Christian Kresse mit der Sommersaison zufrieden. Sie informierten über die laufende Herbst-Kampagne und blickten auf den kommenden Winter.
© Bernhard Horst
„Kärntens Tourismus ist deutlich besser aus der Krise gekommen als andere Regionen: Mit einem Plus von rund 7,6 Prozent bei den Übernachtungen in der Sommersaison haben die Unternehmer das Comeback durch viel Einsatz geschafft. Auch der August konnte mit einem Plus von rund 6,9 Prozent das sehr gute Vorjahresergebnis nochmals steigern. Das gibt Rückenwind für eine stabile Herbst- und Wintersaison“, zieht Tourismus-Landesrat Sebastian Schuschnig zufrieden Bilanz. Für den erfolgreichen Sommer habe das Land Kärnten Unterstützung geleistet, wie vorgezogene Impfungen für Mitarbeiter des Tourismus, kostenfreie Tests für Betriebe und ein digitales Gästeregistrierungssystem. „Wie auch 2020 sind wir sehr gut durch den Sommer gekommen“, ist auch Josef Petritsch, WKK-Spartenobmann der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, überzeugt.
Mit Herbstoffensive für eine Saisonverlängerung
Das Land Kärnten unterstützt mit der Kärnten Werbung und neun Tourismusregionen die Saisonverlängerung. Im Rahmen der Unterstützung werden rund eine Million Euro in neue Angebote investiert und insgesamt zwölf Projekte in den Regionen umgesetzt. „Für September und Oktober wird ein ähnlich gutes Ergebnis wie im letzten Jahr erhofft, hier konnte sich Kärnten mit einem Nächtigungsplus von 7,8 Prozent gegenüber dem Österreich-Schnitt, der einen Nächtigungsrückgang von 28,6 Prozent aufwies, deutlich hervorheben. Kärnten hat mit seinen Natur-Aktiv-Angeboten vor allem rund um die Themen Radfahren, Wandern, den sauberen Seen und der regionalen Kulinarik die richtigen Antworten in den letzten Jahren gefunden und davon profitiert“, meint „Kärnten Werbung“-Geschäftsführer Christian Kresse.
Vorstellung der Herbst-Kampagne
Radfahren, Wandern, Städte und Kulinarik – das sind Themen der aktuellen Herbst-Kampagne. Die gemeinsame Kampagne, Urlaub am Bauernhof und Kärnten-Radreisen sollen Menschen zum Herbsturlaub locken. Werbemaßnahmen sind in den Märkten Österreich, Deutschland und den Niederlanden im Laufen. „Die gemeinsame Kampagne der Angebotsgruppe Herbst wird nach dem erfolgreichen Start 2020 heuer nun zum zweiten Mal durchgeführt. Diese Initiative legt den Fokus auf den gesamten Herbst, auch in Hinblick auf die Herbstferien in Österreich und Deutschland, und soll dazu beitragen, die verlorenen Wochen der Vorsaison zu kompensieren“, sagt Kresse. Es wird eine Kulinarik-Kampagne, unter anderem in Zusammenarbeit mit Slow Food Kärnten, umgesetzt. Weitere Themen sind Golf‑, Tennis- und Campingurlaube, die über die Kärnten Werbung beworben werden. Es erfolgen TV- und Radiokampagnen und die Herausgabe eines Herbstbeilegers. Printanzeigen, Advertorials, Online-Marketing sowie „Out of Home“-Werbung sind auch geplant. Kärnten ist zudem Partner der Herbst-Kampagne der Österreich Werbung.
Ausblick auf die kommende Wintersaison
„Die Vorgaben der Bundesregierung werden von uns positiv gesehen, zumal sie einerseits Sicherheit für unsere Gäste geben und für die Tourismuswirtschaft planbar und umsetzbar sind. Die Kärntner Tourismusbranche hat 2020 und auch im heurigen Jahr bereits gezeigt, dass wir unseren Gästen einen sicheren und entspannten Urlaub bieten können. Die Lust auf Winterurlaub ist ungebrochen, wie die Anfragen und auch die Vorbuchungslage zeigen. Die Vorzüge Kärntens werden besonders in diesem Winter zum Tragen kommen“, ist Kresse mit Blick auf die Wintersaison 2021/22 überzeugt.
Strategie zum Offenhalten des Tourismus
Ein Offenhalten müsse heuer mit allen Mitteln erreicht werden, betont Schuschnig: „Es darf zu keinem weiteren Totalausfall kommen. Mit der Impfung, dem Testen und der Gästeregistrierung haben wir heuer deutlich mehr Instrumente dafür in der Hand.“ Der von der Bundesregierung vorgestellte Stufenplan sei für die Betriebe insofern wichtig, als sich die Betriebe vorbereiten können. Dieser Plan sei ein „klares Signal und eine klare Strategie zum Offenhalten“. „Die Wirtschaft hat in den vergangenen Monaten Herausragendes geleistet und die Betriebe gehen gut vorbereitet, mit guten Konzepten und einem Maximum an Sicherheit für ihre Gäste in den Winter“, blickt Schuschnig voraus.
