Paraclimbing

Poll­ak kehr­te mit Sil­ber aus Inns­bruck zurück

Die Kärntner Para-Athletin Sandra Pollak (NFÖ Villach) holte sich am Wochenende in Innsbruck den österreichischen Vizemeistertitel im Paraclimbing.

Poll­ak kehr­te mit Sil­ber aus Inns­bruck zurück Die 49-jährige Sandra Pollak aus Maria Saal kletterte in Innsbruck zum österreichischen Vizemeistertitel im Paraclimbing.

© KVÖ/Aufschnaiter

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Am Wochen­en­de wur­den im Klet­ter­zen­trum Inns­bruck die öster­rei­chi­schen Meis­ter­ti­tel im Para­clim­bing ver­ge­ben. Die Maria Saa­ler Ath­le­tin San­dra Poll­ak, die nach einem Ver­eins­wech­sel für die NFÖ Vil­lach star­tet, gewann die Sil­ber­me­dail­le in der neu­ro­lo­gi­schen Sport­klas­se (RP2). Obwohl sie seit Febru­ar mit einem Band­schei­ben­vor­fall klet­tert, erreich­te sie in bei­den Qua­li-Rou­ten den zwei­ten Rang und zog somit ins Fina­le ein. Die 49-jäh­ri­ge Sport­le­rin zeig­te sich ein­mal mehr kämp­fe­risch und begeis­ter­te das Publi­kum mit einem beherz­ten Auf­tritt im Fina­le.

Schmer­zen im Arm

„Ich freue mich sehr über den Vize­meis­ter­ti­tel und war selbst über­rascht, dass ich so gut abge­schnit­ten habe. In der ers­ten Qua­li hat­te es noch Tem­pe­ra­tu­ren um sie­ben Grad. Mei­ne Fin­ger waren ab der Hälf­te der Rou­te so aus­ge­kühlt, dass ich sie nicht mehr gut spü­ren konn­te“, schil­dert Poll­ak. Die zwei­te Qua­li auf der Son­nen­sei­te ver­lang­te eine gute Ein­dreh­tech­nik und Kraft­aus­dau­er. Im zuneh­mend stei­len Über­hang drück­ten dann die Band­schei­ben der Hals­wir­bel­säu­le links­sei­tig auf die Arm­ner­ven, was sich auf Sen­si­bi­li­tät und Kraft aus­wirk­te. „Die Schmer­zen im Arm habe ich dann igno­riert und ein­fach weg­ge­schrie­en. So konn­te ich über die tech­nisch her­aus­for­dern­den Schlüs­sel­stel­len klet­tern und bin über­glück­lich, dass es für mich am Ende trotz­dem so gut gelau­fen ist“, betont Poll­ak.

Effek­ti­ves Trai­ning

Ihr Dank gilt den bei­den Trai­nern Zsolt Zaka­ri­as (Kraft) und Niko­lai Pot­jom­kin (Klet­tern): „Sie haben das not­wen­di­ge Gespür bewie­sen, das Trai­ning so effek­tiv zu gestal­ten, dass wir trotz ein­ge­schränk­tem Trai­nings­um­fang das Maxi­mum aus mir raus­ho­len konn­ten.“ Es war heu­er beson­ders schwie­rig an der Welt­spit­ze mit­zu­klet­tern, weil die neu­ro­lo­gi­schen Sport­klas­sen in allen Bewer­ben zusam­men­ge­legt waren. „Ich muss­te in schwe­re­ren Rou­ten klet­tern und mich bewei­sen. Daher bin ich mit mei­ner Gesamt­leis­tung mehr als zufrie­den. Wenn ich wie­der fit bin, ist da noch Luft nach oben“, betont Poll­ak.

Ope­ra­ti­on an der Hand

Die Klet­ter­sai­son ist für Poll­ak nun been­det. Trotz Platz vier im Welt­cup konn­te sie sich nicht für die Welt­meis­ter­schaft in Mos­kau qua­li­fi­zie­ren. So bleibt nun Zeit, sich wegen wie­der­keh­ren­den Gewe­be­wu­che­run­gen (Dupuy­tren) einer Han­d­ope­ra­ti­on zu unter­zie­hen.

28.09.2021 13:23
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Poll­ak kehr­te mit Sil­ber aus Inns­bruck zurück Die 49-jährige Sandra Pollak aus Maria Saal kletterte in Innsbruck zum österreichischen Vizemeistertitel im Paraclimbing.

© KVÖ/Aufschnaiter