Eishockey

Ende der Eis­zeit für Bischof­ber­ger

Nach fast 400 Spielen für den EC KAC muss der pfeilschnelle Flügelflitzer seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden.

Ende der Eis­zeit für Bischof­ber­ger KAC-Fan-Liebling Johannes Bischofberger beendet seine tolle Karriere. Nicht freiwillig.

© EC KAC / Josef Kuess

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Bit­te­res Aus für den sym­pa­thi­schen Fan-Lieb­ling mit der Num­mer 46 beim Eis­ho­ckey-Rekord­meis­ter EC KAC. Auf­grund von anhal­ten­den gesund­heit­li­chen Pro­ble­men muss­te der für sei­ne außer­ge­wöhn­li­chen Tur­bo-Sprints bekann­te und gefürch­te­te Wahl-Kla­gen­fur­ter num­mehr schwe­ren Her­zens und in Abspra­che mit sei­nen Ärz­ten sein end­gül­ti­ges Kar­rie­re­en­de bekannt geben. Sei­ne in den letz­ten Jah­ren erlit­te­nen Ver­let­zun­gen und die dar­aus resul­tie­ren­den Fol­gen las­sen ein gefahr­lo­ses Agie­ren im Pro­fi-Eis­ho­ckey nicht mehr zu.

Groß­teil sei­ner Lauf­bahn beim KAC

Johan­nes Bischof­ber­ger durch­lief sei­ne Eis­ho­ckey­aus­bil­dung in sei­ner Hei­mat­stadt Dorn­birn und in der benach­bar­ten Schweiz. 2011 gab “Bischi” in Salz­burg sein Debüt im Pro­fi-Eis­ho­ckey. Den Groß­teil sei­ner groß­ar­ti­gen Lauf­bahn ver­brach­te er beim KAC (seit Som­mer 2016). Für die Kla­gen­fur­ter Rot­ja­cken bestritt der Stür­mer 382 Bewerbs­spie­le und erziel­te dabei 112 Tore bzw. lie­fer­te 143 Tor-Vor­la­gen, ver­buch­te also ins­ge­samt 255 Scor­er­punk­te. In den Jah­ren 2019 und 2021 durf­te Johan­nes Bischof­ber­ger gemein­sam mit sei­nen Eis­ho­ckey-Kol­le­gen den öster­rei­chi­schen Meis­ter­po­kal in die Höhe stem­men.

Gesund­heit ist das höchs­te Gut

KAC-Gene­ral Oli­ver Pil­lo­ni bedau­ert den unfrei­wil­li­gen Abgang sei­nes Flü­gel­flit­zers. “Es schmerzt uns sehr, das Johan­nes Bischof­ber­ger nicht mehr auf das Eis zurück­kom­men und unser Tri­kot tra­gen wird. Gleich­zei­tig kön­nen wir sei­ne Ent­schei­dung natür­lich nach­voll­zie­hen, weil die Gesund­heit und der sorg­sa­me Umgang damit die höchs­ten Güter sind. Johan­nes war in den neun Jah­ren beim EC KAC ein her­aus­ra­gen­der Spie­ler, der auch mensch­lich sehr gut in unser Team gepasst hat. Er hin­ter­lässt eine dem­entspre­chend gro­ße Lücke.”

Schwe­re Ent­schei­dung

“Das Ende mei­ner Lauf­bahn zu einem so frü­hen Zeit­punkt im Kar­rie­re­ver­lauf bekannt geben zu müs­sen, ist nicht ein­fach, vor allem weil ich phy­sisch noch in einer sehr guten Ver­fas­sung bin”, kom­men­tiert Bischof­ber­ger sein unfrei­wil­li­ges Aus. “Aller­dings waren die ver­gan­ge­nen Jah­re mit all den Ver­let­zun­gen, auch den Gehirn­er­schüt­te­run­gen, die mich mensch­lich sehr lan­ge geplagt haben, eine enor­me Her­aus­for­de­rung. Daher tut es dop­pelt weh, dass ich die Ent­schei­dung, Schluss zu machen, nicht ganz aus eige­nen Stü­cken tref­fen kann, son­dern ich die­se Situa­ti­on so zu akzep­tie­ren habe. Auch wenn das Ende wenig erfreu­lich ist, so kann ich doch sagen, dass ich auf eine wun­der­ba­re Kar­rie­re zurück­bli­cken kann. Ich durf­te in Kla­gen­furt Teil von fünf Final- bzw. zwei Meis­ter­mann­schaf­ten sein.”

Gro­ßes Dan­ke­schön

Johan­nes Bischof­ber­ger wei­ter: Heu­te ist auch der Tag, um mich zu bedan­ken. Bei den groß­ar­ti­gen Fans, die mir in all den Jah­ren den Rücken gestärkt haben, vor allem in den dunk­len Zei­ten, was mir sehr viel Auf­trieb gege­ben hat. Zu gro­ßem Dank bin ich auch Oli­ver Pil­lo­ni ver­pflich­tet, der immer auf mich geschaut und mir vie­les ermög­licht hat. Dan­ke auch an das Ärz­te­team, dass ich mehr­fach den Weg zurück aufs Eis schaf­fen konn­ten. Dan­ke natür­lich auch Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im Office, wel­che mir das Leben sehr erleich­tert haben und uns als Spie­ler im so unter­stüt­zen, dass wir uns auf den Sport kon­zen­trie­ren kön­nen. Der Schritt, den ich jetzt set­ze fällt mir sehr schwer. Er ist aber auch wich­tig und prä­gend für mei­ne Zukunft. Vor mir steht ein neu­er Lebens­ab­schnitt. Man wird sicher von mir hören.”

22.07.2025 10:00
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Ende der Eis­zeit für Bischof­ber­ger KAC-Fan-Liebling Johannes Bischofberger beendet seine tolle Karriere. Nicht freiwillig.

© EC KAC / Josef Kuess