Schüler aus Rennweg
Ein besonderer Schultag mit Abfallwirtschaft und Wildtieren
Wie hängen Wildtiere und Müll zusammen? Antworten auf diese Frage erhielten Schüler der Volksschule und Neuen Mittelschule Rennweg beim Abfallwirtschaftsverband Spittal – ein Exkursionsbericht.
© AWV Spittal
Abfallwirtschaft klingt zweifelsohne nach einem wichtigen Thema. Richtig spannend wird der Abfall aber, wenn er Einfluss auf Um- und Tierwelt nimmt. Der Abfallwirtschaftsverband Spittal war vor wenigen Tagen in Kooperation mit der Kärntner Jägerschaft Gastgeber einer Schulexkursion. Geschäftsführer Josef Steiner und der erfahrene Jäger Siegfried Herrnhofer empfangen 41 Schüler und vier Lehrer der Volksschule und Neuen Mittelschule Rennweg. Sie zeigen ihnen umweltfreundliche Abfallwirtschaft, richtige Mülltrennung und die Auswirkungen auf den heimischen Lebensraum.
Restmüll aus vergangenen Tagen
Die Kinder stehen zunächst vor Kompostanlagen und Müllbergen aus 25 Gemeinden. Sie sehen zu, wie hochtechnisierte Maschinen verwerten, worauf sie zu Hause keinen zweiten Blick werfen. Auf einem hektargroßen Hügel stehen drohend gelbe Stangenfähnchen, darunter liegt, wie Steiner erklärt, der Restmüll aus einer Zeit, als die Müllwirtschaft noch wesentlich kurzsichtiger war. Heute ist der Abfallwirtschaftsverband stets um eine umweltfreundliche Verwertung bemüht.
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Tiere haben Ruhe vor dem Menschen
Später geht es für die Kinder mit Herrnhofer in den Wald, der sich unterhalb des Goldecks ausbreitet und zum Areal des Abfallwirtschaftsverbands gehört. Auch naturbelassene, großflächige Teiche finden sich im Randbereich des Gebiets. „Hier, wo wir nicht arbeiten, haben die Tiere ihre Ruhe vor dem Menschen“, erklärt Steiner. Die Biotope sind vielfältig und lebendig.
Ein präparierter Fuchs
Wenn Herrnhofer von Fuchs und Marder erzählt, sind die Kinder mucksmäuschenstill. Mit gespannten Blicken folgen sie dem Jäger, erkunden Pflanzen und Böschungen und lassen sich von einem präparierten Fuchs erschrecken. „Die Kinder sind dankbar, wenn sie etwas von und in der Natur lernen“, sagt Herrnhofer. Nachdem sich die Kinder mit Frankfurter Würsteln gestärkt haben, geht es wieder nach Hause. „Die Kinder schwärmen“, teilte die Direktorin am nächsten Tag mit. Das Fazit der Veranstalter: „Das ist gut, denn wir alle wissen: Das Schwärmen für die Natur und Umwelt ist die Geburtsstunde eines achtsamen Menschen.“

