Stadtpolitik
Reaktionen aus der Politik auf Pfeilers Rücktritt
Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler (SPÖ) kündigte heute völlig überraschend seinen Rücktritt mit 18. Oktober 2021 an. So reagieren Landes- und Stadtpolitik auf seinen Rückzug.
Nach 18 Jahren in der Klagenfurter Stadtpolitik erklärte heute Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler (SPÖ) völlig überraschend seinen Rücktritt mit 18. Oktober 2021. In einer ersten Reaktion zollen ihm SPÖ-Landesparteivorsitzender und Landeshauptmann Peter Kaiser sowie SPÖ-Stadtparteiobmann und Nationalratsabgeordneter Philip Kucher Respekt.
Verlässlich und lösungsorientiert
„Jürgen Pfeiler hat sich in der Klagenfurter Stadtpolitik für die Anliegen der Bevölkerung in der Landeshauptstadt mit großem Engagement und viel Herzblut eingebracht. Er war auch immer ein verlässlicher und lösungsorientierter Partner für die Landesregierung. Gemeinsam konnten wir vor allem im Sportbereich viele für Klagenfurt und Kärnten wichtige Initiativen setzen und Erfolge feiern“, betont Kaiser.
Persönliche Entscheidung
Pfeilers Entscheidung, die politische Bühne zu verlassen, sei eine zutiefst persönliche und selbstverständlich zu akzeptieren. „Jürgen Pfeiler hat Philip Kucher und mich im Vorfeld persönlich von seinem Entschluss informiert und versichert, dass er selbstverständlich für eine geordnete Übergabe sorgen wird“, erklärt Kaiser weiter. Stadtparteiobmann Kucher wird nun die Weichen für die personelle Umstrukturierung im Team der SPÖ-Stadtpartei gewissenhaft koordinieren.
Zukunftsklausur des Bezirksparteivorstands
Kucher betonte, dass er Respekt vor Pfeilers Entscheidung hat. „Ganz persönlich sowie im Namen der gesamten Klagenfurter Sozialdemokratie spreche ich ihm unseren Dank für seinen Einsatz und seine Leidenschaft für die Stadt Klagenfurt und unsere Partei aus. Sei es als Stadtteilvorsitzender von Annabichl, als Gemeinderat, als Vizebürgermeister oder als Klubobmann der SPÖ Klagenfurt – in all seinen Funktionen und Ämtern war er stets ein Garant für Verlässlichkeit und Kompetenz“, unterstreicht Kucher. Er möchte nun keine Zeit verlieren und die notwendigen Weichenstellungen unverzüglich vornehmen. Dazu wird es, so Kucher, bereits kommende Woche eine Zukunftsklausur des Bezirksparteivorstands geben.
Reaktion der Klagenfurter Grüne
„Überraschend für uns kam das plötzliche politische Ausscheiden von Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler aus der Klagenfurter Stadtpolitik“, sagen Parteiobfrau Margit Motschiunig und Clubobmann Philipp Smole von den Klagenfurter Grünen. Er habe viele Jahre das tagespolitische Geschehen in Klagenfurt mit gestaltet und zuletzt auch das große und wichtige Finanzressort verwaltet. „Eine große Aufgabe, die Erfahrung und Verantwortung – vor allem in der heutigen Zeit, wo es um die Klagenfurter Stadtfinanzen nicht zum Besten steht – verlangt“, würdigt Smole.
Politisch müssen jetzt Entscheidungen mit Umsicht getroffen werden, fordert der Clubobmann. „Persönlich wünscht der Club der Grünen Noch-Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler alles Gute und Gesundheit“, betont Smole.
Reaktion der Klagenfurter Neos
„Wenn es wirklich so ist, dass ausschließlich private Gründe dazu geführt haben, dann ist das so zu respektieren und Jürgen Pfeiler für seine Arbeit für Klagenfurt zu danken. Gesundheit und Familiäres geht immer vor – ohne Wenn und Aber. Für die Stadt Klagenfurt bedeutet der Rücktritt Pfeilers jedoch ein weiteres Problem. Zum Budget-Loch kommt jetzt nämlich noch eine Personallücke dazu“, kommentiert Neos-Klubobmann Janos Juvan den Rücktritt Pfeilers.
Er fügt hinzu: „Speziell auf SPÖ-Stadtparteichef Philipp Kucher kommt nun die erste echte Bewährungsprobe zu. Er muss Leadership beweisen, sowohl innerparteilich als auch innerhalb der Koalition, und hier so rasch wie möglich eine gute Lösung für die vakante Position finden, die nicht nur den Interessen der Partei entspricht, sondern auch dafür sorgt, dass Klagenfurt aus dem finanziellen Schlamassel herausgeführt werden kann.“

