Nicole M. Mayer
„Nicht auf die Ein-Personen-Unternehmen vergessen!“
Nicole M. Mayer, Vorsitzende des EPU-Beirats in der Wirtschaftskammer Kärnten, begrüßt die von der Bundesregierung angekündigte Steuerreform. Einziger Kritikpunkt: „Die Senkung der Einkommensteuer ist für Ein-Personen-Unternehmen nicht spürbar.“
© WKK/Roman Huditsch
Über 20.000 Ein-Personen-Unternehmen (EPU) sind gemeinsam mit Mittel- und Großbetrieben das Rückgrat der Kärntner Wirtschaft. Nicole M. Mayer, Vorsitzende des EPU-Beirats in der Wirtschaftskammer Kärnten, meldet sich zu der am Sonntag von der Bundesregierung angekündigten Steuerreform zu Wort: „Die Reform, insbesondere die Senkung der Steuerstufen, wirkt sich positiv auch für beruflich Selbstständige aus.“
Krankenversicherung: Beiträge reduzieren
Allerdings ist die Senkung der Einkommensteuer (ESt) für die vielen Unternehmen, die keine oder noch geringe Gewinne machen, nicht spürbar. „Daher wäre für diese wichtige Unternehmergruppe die Reduktion der Krankenversicherungsbeiträge eine gute und richtige Maßnahme“, schlägt Mayer vor. Die Entlastung soll bewusst über die Senkung der Krankenversicherungsbeträge erfolgen, nicht über die Pensionsversicherungsbeiträge. „Denn langfristig führen niedrige Pensionsbeiträge zu niedriger Pension und somit leider auch zu Altersarmut für Unternehmer“, begründet Mayer.
Erleichterung im betrieblichen Alltag
Eine weitere Neuregelung aus der vorliegenden Steuerreform begrüßt Herwig Draxler, EPU-Beauftragter der Wirtschaftskammer Kärnten: Die Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG) wird von 800 Euro auf 1.000 Euro angehoben. „Für Ein-Personen-Unternehmen ist das eine wichtige Erleichterung im betrieblichen Alltag“, erklärt Draxler.

