Villach
Neue Vergabe-Richtlinien für Gemeindewohnungen
Auf Initiative der SPÖ Villach und Bürgermeister Günther Albel wurden im Gemeinderat neue Vergaberichtlinien für Gemeindewohnungen beschlossen. Ziel ist es, die Regeln strenger, aber auch fairer und gerechter zu gestalten.
© Stadt Villach/Marta Gillner
„In vielen Gesprächen mit den Menschen in Villach höre ich immer wieder, dass es in Wohnanlagen zu Schwierigkeiten kommt, wenn die gemeinsame Sprache fehlt”, schildert Villachs Bürgermeister Günther Albel. Sprache ist jedoch die Grundlage für das Zusammenleben, sei es in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit. “Deshalb gilt für mich: Echte Integration gelingt nur mit Sprache und Teilhabe.“
Verankerung in Villach
Neben den Sprachkenntnissen spielen auch Arbeit und Verankerung in Villach eine wichtige Rolle. So müssen Bewerber nachweisen, dass sie bereits länger in der Stadt wohnen oder hier gearbeitet haben. Ein besonderer Schwerpunkt der neuen Richtlinien liegt auf dem Ehrenamt. Bewerber, die sich bei Feuerwehr, Rettung oder anderen Blaulichtorganisationen engagieren, werden künftig bei der Vergabe zusätzlich berücksichtigt.
Fairness und Gerechtigkeit
SPÖ-Klubobmann Harald Sobe merkt an, dass es hier schon früher Schritte gebraucht hätte, um dieses Thema voranzubringen. “Dass es die Initiative der SPÖ gebraucht hat, zeigt, wie notwendig unser Einsatz war. Am Ende zählt aber, dass wir jetzt klare Regeln haben, die für mehr Fairness sorgen.” Mit den neuen Regeln soll mehr Fairness und Gerechtigkeit geschaffen werden. Klare Kriterien schaffen Verbindlichkeit, fördern Integration und sichern leistbaren Wohnraum für ein gutes, friedliches Zusammenleben in Villach.
Es gehe auch um Respekt
Für SPÖ-Klubgeschäftsführer und Gemeinderat Christopher Slug-Lindner wird mit der neuen Wohnungsvergabe-Richtlinie klargemacht, dass wir gewisse Erwartungshaltungen gegenüber jenen haben, die Villach besuchen oder in der Draustadt leben möchten. “Diese Regeln sollen für mehr Gerechtigkeit und Solidarität in der Gemeinschaft dienen und auch die Perspektive darauf, dass jeder, der in Wohnungen kommt oder in Privatwohnungen lebt, sich ebenfalls an diverse Regeln zu halten hat. Es geht um Respekt vor einem gerechten Umgang miteinander.“

