Miteinander

Mag­da­lens­berg und St. Kan­zi­an sind Kul­tur­tan­dem!

Die beiden Gemeinden werden kulturhistorische Wanderungen, Gespräche, Diskussionen, Ausstellungen, Lesungen, Feste sowie gemeinsamen Singen und Musizieren anbieten. Der Veranstaltungsreigen dauert bis Juli 2026.

Mag­da­lens­berg und St. Kan­zi­an sind Kul­tur­tan­dem! Mirjam Polzer-Srienz, Samo Wakounig, Peter Karpf, Bürgermeister Thomas Krainz, Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeister Andreas Scherwitzl, Mitja Rovsek, Julia Schellander-Obid, Martin Kuchling, Bürgermeister Herbert Gaggl und Vizebürgermeister Franz Josef Smrtnik (von links).

© LPD Kärnten/Peter Just

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Mit dem heu­ti­gen Sonn­tag (28. Sep­tem­ber 2025) bil­den die bei­den Gemein­den Mag­da­lens­berg und St. Kan­zi­an am Klo­pei­ner See den zwei­spra­chi­gen Ver­an­stal­tungs­rei­gen unter dem Titel Kulturtandem/Kulturni tan­dem. Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser beton­te die Wich­tig­keit „Res­te von Urängs­ten, die — auch instru­men­ta­li­siert — Zwie­tracht säen, abzu­bau­en“. Das Kul­tur­tan­dem sei ein Ver­an­stal­tungs­rei­gen, um im Klei­nen, zwi­schen zwei Gemein­den, viel­leicht ver­blie­be­ne Vor­ur­tei­le abzu­bau­en und einem berei­chern­den Ver­ständ­nis Platz zu machen.

Koope­ra­ti­on zwi­schen Gemein­den

Wenn auch das Mit­ein­an­der Zeit brau­che, Ver­trau­en auf­ge­baut wer­den müs­se und Men­schen not­wen­dig wären, die auf­ein­an­der zuge­hen, so sei die Spra­che als Iden­ti­täts­stif­tung uner­läss­lich. „Auch Rück­schlä­ge müs­sen wir ver­dau­en, aber im Sin­ne der Zukunft, der Gemein­sam­keit, ist das Mit­ein­an­der zu sehen und steht über allem“, sag­te der Lan­des­haupt­mann. Allei­ne der Blick auf die ehe­ma­li­ge Grenz­re­gi­on, aus der ein nach­bar­schaft­li­ches Zusam­men­le­ben im Her­zen Euro­pas wur­de, sei die Basis für eine Zukunft.

Das Kul­tur­tan­dem sei bereits ein Erfolgs­pro­jekt und erfül­le damit das Ziel aller, durch län­ger­fris­ti­ge Koope­ra­tio­nen zwi­schen ein- und mehr­spra­chi­gen Gemein­den, die Men­schen zusam­men­zu­füh­ren und über die gren­zen­lo­se Spra­che der Kul­tur das Ver­ständ­nis für­ein­an­der zu för­dern. Es sei zu einem Best-Prac­ti­ce Bei­spiel gelun­ge­ner Zusam­men­ar­beit gewor­den. Das Kul­tur­tan­dem habe sich zu einer Dreh­schei­be und zu einem Ort der Begeg­nung ent­wi­ckelt.

Das sagen die bei­den Bür­ger­meis­ter

Bür­ger­meis­ter Andre­as Scher­witzl, der die Gäs­te zu die­ser Eröff­nung herz­lich will­kom­men hieß, hielt fest, dass der Ver­an­stal­tungs­rei­gen nicht nur das gemein­sa­me Kul­tur­gut der Volks­grup­pen in den Mit­tel­punkt rücke, son­dern die Bezie­hun­gen und Freund­schaf­ten zwi­schen Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­den, Kul­tur­trä­gern und der Bevöl­ke­rung der bei­den Gemein­den ver­tie­fen wer­de. Mag­da­lens­berg lie­ge zudem an der his­to­ri­schen deutsch-slo­we­ni­schen Sprach­gren­ze. Tho­mas Krainz, Bür­ger­meis­ter von St. Kan­zi­an sag­te, dass die Gemein­de St. Kan­zi­an stolz sei, Part­ner des Kul­tur­ran­dems zu sein und mehr­spra­chi­ge Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen einen bedeu­ten­den Bei­trag zum Dia­log und zum Aus­tausch und damit zum fried­li­chen Mit­ein­an­der bei­tra­gen.

Das Mit­ein­an­der im Fokus zu haben

Samo Wakounig vom SPD Dani­ca stell­te den Kul­tur­ver­ein vor und sein Ziel, „die Erhal­tung der Zwei­spra­chig­keit in Kärn­ten zu för­dern. Die Fest­re­de bei der heu­ti­gen Auf­takt­ver­an­stal­tung hielt Mar­tin Kuch­ling vom KKZ (Christl. Kul­tur­ver­band). Auch Kuch­ling sag­te, dass die­ser Aus­tausch zwi­schen zwei Gemein­den hel­fen soll­te, Gesprä­che zu ver­tie­fen, das auf­ein­an­der Zuge­hen zu erleich­tern, das gegen­sei­ti­ge Zuhö­ren zu för­dern und das Mit­ein­an­der im Fokus zu haben.

Wis­sens­wert

Die Kulturwoche/Kulturni teden, gestar­tet 1993, wur­de mit dem neu­en gemein­de­über­grei­fen­den Kul­tur­pro­gramm räum­lich und zeit­lich aus­ge­wei­tet. Der Ver­an­stal­tungs­rei­gen dau­ert bis Juli 2026. Die zehn Haupt­ver­an­stal­tun­gen wer­den von 13 Begleit­ver­an­stal­tun­gen ergänzt. Ver­an­stal­ter ist das Volks­grup­pen­bü­ro des Lan­des gemein­sam mit den slo­we­ni­schen Kul­tur­or­ga­ni­sa­tio­nen, SPZ Slow. Kul­tur­ver­band sowie dem KKZ Christl. Kul­tur­ver­band, als Mit­ver­an­stal­ter und Koope­ra­ti­ons­part­ner fun­gie­ren die Gemein­den Mag­da­lens­berg und St. Kan­zi­an, der SPD Dani­ca und der SPD Vin­ko Pol­ja­n­ec, radio Ago­ra, die Katho­li­sche und Evan­ge­li­sche Kir­chen Kärn­tens und das Kärnt­ner Bil­dungs­werk Mag­da­lens­berg. Auch das neue Pro­gramm bie­te neben kul­tu­rel­ler Viel­falt, Lite­ra­tur, Thea­ter, Sport, und Kuli­na­rik. Die Gemein­den wer­den kul­tur­his­to­ri­sche Wan­de­run­gen, Gesprä­che, Dis­kus­sio­nen, Aus­stel­lun­gen, Lesun­gen, Fes­te sowie Sin­gen und Musi­zie­ren anbie­ten.

28.09.2025 19:00 - Update am: 28.09.2025 19:01
Anzeige
Mag­da­lens­berg und St. Kan­zi­an sind Kul­tur­tan­dem! Mirjam Polzer-Srienz, Samo Wakounig, Peter Karpf, Bürgermeister Thomas Krainz, Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeister Andreas Scherwitzl, Mitja Rovsek, Julia Schellander-Obid, Martin Kuchling, Bürgermeister Herbert Gaggl und Vizebürgermeister Franz Josef Smrtnik (von links).

© LPD Kärnten/Peter Just