„Der Zivildienst ist eine der größten Erste-Hilfe-Schulen des Landes: Mehr als 10.000 junge Männer lernen jedes Jahr, im Ernstfall Leben zu retten“, betont Bundesministerin Claudia Plakolm. „Aber Zivildienst passiert nicht nur mit Sirene und Blaulicht. Viele helfen leise, in Pflegeeinrichtungen, Kindergärten oder der Behindertenhilfe. Sie lernen, was es heißt, ruhig zu bleiben, anzupacken und für andere da zu sein – das macht den Zivildienst unersetzbar.“
Schwerpunkt auf Rettungswesen und Sozialhilfe
Die meisten Kärntner Zivildiener sind im Rettungswesen (205), in der Sozial- und Behindertenhilfe (119) sowie in Krankenanstalten (36) tätig. Österreichweit leisten rund 40 Prozent ihren Dienst im Rettungswesen, gefolgt von 26 Prozent in der Sozialhilfe und 12 Prozent in der Altenbetreuung.
Kärnten beim Bedarf im Rückstand
Mit einer Bedarfsdeckung von nur 75,7 Prozent liegt Kärnten deutlich unter dem Bundesschnitt und bildet aktuell das Schlusslicht im Bundesländervergleich. Dennoch zeigt sich, dass der Zivildienst gerade im ländlichen Raum unverzichtbar ist – insbesondere für Rettung, Pflege und soziale Betreuung.
50 Jahre gelebte Solidarität
Seit der Einführung des Zivildienstes im Jahr 1975 haben mehr als 439.000 junge Männer ihren Dienst geleistet. Heuer feiert der Zivildienst sein 50-jähriges Bestehen – eine Erfolgsgeschichte, die auf Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und Menschlichkeit basiert.

