Europa

“Neu­tra­li­tät mit Hal­tung und Ver­ant­wor­tung”

"Neutralität bedeutet für mich daher nicht, die Augen zu verschließen, wenn Unrecht geschieht. Sie bedeutet nicht, still zu bleiben, wenn Gewalt, Unterdrückung oder Krieg Menschenleben zerstören", meint Landeshauptmann Peter Kaiser.

“Neu­tra­li­tät mit Hal­tung und Ver­ant­wor­tung” Landeshauptmann Peter Kaiser: "Wir stehen fest an der Seite unserer europäischen Partner. Wir verteidigen unsere gemeinsamen Werte, und wir leisten unseren Beitrag zur Friedenssicherung."

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An die­sem Tag (26. Okto­ber) vor 70 Jah­ren wur­de die immer­wäh­ren­de Neu­tra­li­tät beschlos­sen. Sie war und ist ein Bekennt­nis zu Frie­den, Unab­hän­gig­keit und Selbst­be­stim­mung. Und sie ist bis heu­te ein zen­tra­ler Bestand­teil der öster­rei­chi­schen Iden­ti­tät. Neu­tra­li­tät bedeu­tet, dass Öster­reich sich nicht an mili­tä­ri­schen Bünd­nis­sen betei­ligt, in denen eine Kriegs­ver­pflich­tung besteht, und dass auf öster­rei­chi­schem Boden kei­ne frem­den Trup­pen dau­er­haft sta­tio­niert sind. Die­se Neu­tra­li­tät hat in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten viel gebracht: Schutz und Sicher­heit, Sta­bi­li­tät und Glaub­wür­dig­keit — und das Ver­trau­en vie­ler Men­schen in der Welt, dass Öster­reich ein ver­läss­li­cher Part­ner ist, ein Ort des Dia­logs, ein Land des Aus­gleichs — ein Frie­dens­stif­ter.

Neu­tra­li­tät ist kein Rück­zug

“Neu­tra­li­tät bedeu­tet für mich daher nicht, die Augen zu ver­schlie­ßen, wenn Unrecht geschieht. Sie bedeu­tet nicht, still zu blei­ben, wenn Gewalt, Unter­drü­ckung oder Krieg Men­schen­le­ben zer­stö­ren. Neu­tra­li­tät bedeu­tet für mich Ver­ant­wor­tung – Ver­ant­wor­tung für den Frie­den, für den Dia­log, für huma­ni­tä­re Hil­fe”, gibt Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser zu beden­ken. Sie bedeu­te, Hal­tung zu zei­gen, wo ande­re schwei­gen. “Sie ist ein akti­ves, wehr­haf­tes Bekennt­nis zu dem, was uns wich­tig ist: Mensch­lich­keit, Frei­heit, Gerech­tig­keit und Soli­da­ri­tät.”

Viel­falt und Brü­cke zwi­schen den Kul­tu­ren

Gera­de hier in Kärn­ten wird deut­lich, was es heißt, in Frie­den und Viel­falt zu leben. “Wir sind seit dem EU-Bei­tritt Öster­reichs kein Grenz­land mehr. Wir sind ein Land der Begeg­nung und Viel­falt im Her­zen Euro­pas. Men­schen unter­schied­li­cher Spra­chen, Kul­tu­ren und Tra­di­tio­nen leben hier Sei­te an Sei­te — und das in Respekt vor einem immer wei­ter wach­sen­den und trotz­dem — mit Blick auf die jüngs­ten Van­da­len­ak­te um zwei­spra­chi­ge Orts­ta­feln sowie die Eska­la­ti­on im Rah­men eines Poli­zei­ein­sat­zes am Perš­m­an­hof — fra­gi­len Zusam­men­halt.” Die Geschich­te Kärn­tens leh­re, wie viel Mut, Geduld und Offen­heit nötig sind, um Ver­stän­di­gung zu errei­chen.

Euro­pä­isch, soli­da­risch und mensch­lich

Die Zukunft der Neu­tra­li­tät lie­ge in einer akti­ven, soli­da­ri­schen und euro­pä­isch ein­ge­bet­te­ten Sicher­heits- und Frie­dens­po­li­tik. Das bedeu­tet: “Wir ste­hen fest an der Sei­te unse­rer euro­päi­schen Part­ner. Wir ver­tei­di­gen unse­re gemein­sa­men Wer­te, und wir leis­ten unse­ren Bei­trag zur Frie­dens­si­che­rung.”

War­um ist Sky Shield für Öster­reich wich­tig?

Die Initia­ti­ve Sky Shield ist ein gemein­sa­mes euro­päi­sches Pro­jekt, bei dem meh­re­re Staa­ten — dar­un­ter auch neu­tra­le wie die Schweiz — zusam­men­ar­bei­ten, um ein moder­nes Schutz­sys­tem gegen Bedro­hun­gen aus der Luft auf­zu­bau­en. Kon­kret heißt das: Es geht um Abwehr von Droh­nen, Marsch- oder Flug­kör­pern, also Tech­no­lo­gien, mit denen Angrif­fe über gro­ße Ent­fer­nun­gen oder per Luft­tech­nik erfol­gen kön­nen. Bedro­hun­gen, die nicht an natio­na­len Gren­zen, die nicht vor Öster­reich und Kärn­ten halt­ma­chen.

26.10.2025 09:00 - Update am: 26.10.2025 09:12
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“Neu­tra­li­tät mit Hal­tung und Ver­ant­wor­tung” Landeshauptmann Peter Kaiser: "Wir stehen fest an der Seite unserer europäischen Partner. Wir verteidigen unsere gemeinsamen Werte, und wir leisten unseren Beitrag zur Friedenssicherung."

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