Hilfe im Winter
Mit dem Kältetelefon 0463/39 60 60 bietet die Caritas Kärnten in der kalten Jahreszeit lebenswichtige Unterstützung. Bürgerinnen und Bürger können täglich von 18 bis 6 Uhr Hinweise auf Menschen geben, die bei Minusgraden im Freien schlafen. „Eine kalte Winternacht kann tödlich enden, ein einziger Anruf Leben retten“, sagt Katrin Starc, Fachbereichsleiterin der Wohnungslosenhilfe. Bei medizinischen Notfällen soll weiterhin die Rettung unter 144 verständigt werden.
Wachsende Not, sinkende Mittel
Während die Zahl der Hilfesuchenden steigt, werden die finanziellen Ressourcen der Caritas immer knapper. „Die Not wächst, während die Mittel schrumpfen“, betont Direktor Ernst Sandriesser. Hohe Miet- und Energiekosten, steigende Personalausgaben und rückläufige Spenden erschweren die Arbeit. Besonders betroffen sind das Eggerheim und die Notschlafstellen, die für viele Menschen die einzige warme Mahlzeit oder einen Schlafplatz bieten.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Wie wichtig die Hilfe ist, hat das Schicksal von Herrn P. gezeigt: Nach einer Trennung hat er Wohnung und Arbeit verloren und wochenlang im Wald gelebt. Erst im Eggerheim hat er wieder Halt gefunden. Heute hat er gemeinsam mit dem Caritas-Team an einem neuen Start ins Leben gearbeitet.
„Wenn man nichts hat, lernt man es sehr zu schätzen, dass einem ein warmes Essen und eine Jause zur Verfügung gestellt werden“, hat er dankbar gesagt.
Unterstützung dringend nötig
Damit die Caritas weiterhin Menschen wie Herrn P. helfen kann, bittet sie um Spenden. „Wir glauben an die Kraft der Gemeinschaft. Gerade jetzt ist Zusammenhalt wichtiger denn je“, appelliert Sandriesser. Mit 45 Euro können warme Mahlzeiten für eine Woche finanziert werden, mit 50 Euro ein Schlafsack für kalte Nächte.