Equal Pay Day:
Frauen arbeiten ab heute gratis
Am 31. Oktober ist Equal Pay Day in Kärnten. Ab diesem Tag arbeiten Frauen – statistisch gesehen – 62 Tage im Jahr unbezahlt. Die Lohnschere zwischen Männern und Frauen liegt bei 17 Prozent. Zwei Drittel dieser Unterschiede lassen sich laut Statistik Austria nicht durch Beruf oder Arbeitszeit erklären.
Ungleich verteilt
Auch bei der Kinderbetreuung zeigt sich ein deutliches Ungleichgewicht: Nur 16 von 100 Vätern nehmen in Österreich eine Karenzzeit in Anspruch – damit liegt das Land im EU-Vergleich auf dem letzten Platz. Bei 8 von 10 Paaren geht der Mann überhaupt nicht in Karenz.
„Gleichstellung braucht klare Regeln“
Petra Oberrauner, SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Kärnten, hat betont:
„Es ist 2025 und Frauen arbeiten immer noch zwei Monate im Jahr unbezahlt.
Wir brauchen endlich Halbe-Halbe bei der Arbeit, Einkommen und Verantwortung.
Und ganz klar: Wer die gleiche Arbeit leistet, muss auch gleich verdienen, egal ob Mann oder Frau. Gleichstellung passiert nicht von selbst, sie braucht Mut und klare Regeln.“
Lohntransparenz als Ziel
Die SPÖ-Frauen Kärnten begrüßen, dass das von Evelyn Regner vorbereitete Lohntransparenzgesetz in der EU beschlossen wurde und nun auch in Österreich umgesetzt wird. Dieses Gesetz verpflichtet Arbeitgeber künftig dazu, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit nachzuweisen. Ziel ist es, den Equal Pay Day irgendwann überflüssig zu machen.
Fakten
- 62 Tage im Jahr arbeiten Frauen in Kärnten gratis.
- 17 Prozent, so hoch ist die Lohnschere in Kärnten.
- 2/3 der unbezahlten Arbeit leisten Frauen.
- Die Karenz ist ungleich aufgeteilt. Bei nur 16 von 100 Kindern geht auch der Vater in Karenz. Österreich ist damit EU-weites Schlusslicht.
- Nur 2 von 100 Väter gehen in Österreich länger als drei Monate in Karenz. Bei 8 von 10 Paaren geht der Mann überhaupt nicht in Karenz.
- Andere EU-Länder gehen mit gutem Beispiel voran: 9 von 10 Väter gehen in Luxemburg und Niederlande in Karenz.
