Tag der Geschwister
Diese sechs Geschwister sind „a Bandl“!
1982 kamen sechs Geschwister im SOS-Kinderdorf Moosburg an. Sie konnten zusammenbleiben. Was machen sie heute?
Heute, am 10. April, feiern wir den „Tag der Geschwister“. Im SOS-Kinderdorf Moosburg bemüht man sich seit jeher, Geschwister gemeinsam aufzunehmen. So geschah es auch im Jahr 1982, als die Geschwister Schwarz – mit eineinhalb, vier, zehn, elf, 13 und 14 Jahren – im SOS-Kinderdorf Moosburg ankamen. Ja, richtig gezählt: Es sind sechs Geschwister.
Sechs Geschwister sind gekommen, um zu bleiben
Herbert Schwarz blickt zurück: „Es war damals nicht klar, ob wir zusammenbleiben konnten. Angedacht war sogar, dass wir getrennt in verschiedenen Heimen untergebracht werden. Ich erinnere mich noch an das Gespräch. Wäre es so gekommen, nach all dem, was uns widerfahren ist, dann hätte es uns das Herz gebrochen.“ Alle sechs blieben in Moosburg.
„Wir sind a Bandl!“
Im SOS-Kinderdorf fanden sie ein Zuhause. Herbert weiß: „Gehen wir davon aus, dass ich in ein Heim gekommen wäre und meine Geschwister zum Beispiel in ein SOS-Kinderdorf. Ich würde heute nicht hier sitzen, hier in meinem Zuhause, als glücklicher Familienmensch, zufrieden, mit beiden Beinen im Leben.“ Bruder Sascha sagt heute noch: „Wir sind a Bandl!“
Verteilt und doch zusammen
Das „Bandl“ hält auch heute noch, obwohl nicht alle Geschwister in Kärnten geblieben sind. Zwei Brüder und eine Schwester leben hier, eine Schwester in Deutschland, ein Bruder und eben Herbert in Niederösterreich. Beruflich hat er sich der Polizei verschrieben, privat seiner Familie – als glücklicher Ehemann und Papa. „Wir hören einander, schreiben einander und sehen einander gelegentlich. Das ist Geschwisterliebe! Zu wissen, wir sind füreinander da.“
- Sechs Geschwister Schwarz kamen 1982 ins SOS-Kinderdorf Moosburg.
- Herbert Schwarz ist heute als Polizist tätig.
Starkes Band auch zu Hausgeschwistern
Gerald Stöckl, SOS-Kinderdorf-Leiter in Kärnten, weiß aus Erfahrung: „Aktuell betreuen wir in Moosburg 31 Geschwisterkinder. Durch unsere Flexibilität und die Möglichkeiten im Kinderdorf gelingt es uns auch immer wieder, größere Geschwistergruppen aufzunehmen und ihnen ein gemeinsames Zuhause zu geben. In der Kinderdorf-Familie gibt es dann auch noch die Hausgeschwister. Auch da gibt es Bindungen, die oft weit über die Betreuungszeit bei SOS-Kinderdorf hinausgehen.“
