In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten setzen die beiden Regierungsparteien ein gemeinsames Zeichen: Die Valorisierung der Politikergehälter wird für das Jahr 2026 ausgesetzt. Damit folgt Kärnten dem Vorbild des Bundes und anderer Länder. Ziel ist es, durch Zurückhaltung und strukturelle Reformen die Landesfinanzen nachhaltig zu entlasten.
Nulllohnrunde als Signal der Verantwortung
SPÖ-Landesparteivorsitzender Daniel Fellner betont, dass die Politik in schwierigen Zeiten mit gutem Beispiel vorangehen müsse. Der Verzicht auf die Valorisierung sei ein Signal für Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein. Auch ÖVP-Landesparteiobmann und LH-Stv. Martin Gruber verweist auf die laufenden Strukturreformen in der Landesverwaltung, den Bezirksbehörden und Landesgesellschaften, mit denen Effizienz und Einsparungen erreicht werden sollen.
Strukturreformen und Schuldenabbau im Fokus
Bereits 2024 wurden erste Maßnahmen zur Reduktion der Verwaltungskosten umgesetzt. Zwei Abteilungen werden mit Beginn 2026 aufgelöst, zudem sollen 300 Planstellen innerhalb von fünf Jahren eingespart werden. Insgesamt konnte Kärnten seit Beginn der Regierungsperiode rund eine Milliarde Euro an Ausgaben einsparen. Der Schwerpunkt liegt nun auf der weiteren Konsolidierung der Landesfinanzen und der langfristigen Schuldentilgung.
Von der Nulllohnrunde betroffen sind der Landeshauptmann, die Mitglieder der Landesregierung, das Landtagspräsidium, die Klubobleute sowie alle Abgeordneten des Kärntner Landtags.
