Betroffen ist vor allem das südliche Gemeindegebiet mit den Ortsteilen Zweikirchen, Moos und Zmuln sowie das Landschaftsschutzgebiet Zmullner See. Dort verläuft bereits jetzt eine 110-kV-Leitung der KNG Kärnten und eine weitere der ÖBB. Eine zusätzliche 380-kV-Leitung würde die Belastung der Bevölkerung erheblich steigern.
Schutz von Bevölkerung und Landschaft gefordert
Die Gemeinde befürchtet eine deutliche Erhöhung der elektromagnetischen Belastung, eine Beeinträchtigung des Landschafts- und Ortsbildes sowie eine Minderung der Lebensqualität. Der Gemeinderat fordert daher, dass die neue Trasse so weit wie technisch möglich von bestehenden Wohn- und Siedlungsgebieten entfernt verläuft – idealerweise südlich im Waldgebiet.
Resolution richtet sich an Behörden und Netzbetreiber
In dem einstimmig gefassten Beschluss fordert die Marktgemeinde Liebenfels die zuständigen Landes- und Bundesbehörden sowie die Austrian Power Grid AG (APG) auf, alternative Trassenführungen zu prüfen und umzusetzen. Zudem soll sichergestellt werden, dass die bestehende 110-kV-Leitung der KNG Kärnten – sofern technisch möglich – auf der neuen Leitung mitgeführt oder zumindest parallel geführt wird, um Mehrfachbelastungen zu vermeiden.
