Das Hochwasser im August 2023 führte zu einem Zivilschutzalarm, doch das Rückhaltebecken am Granitzbach konnte Schlimmeres verhindern. Bereits 2017 verursachten Starkregenereignisse am Langlbach und den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen Überflutungen im Wohngebiet. Nun werden diese Gefahrenstellen durch gezielte Baumaßnahmen entschärft.
Rückhaltebecken schützt 107 Objekte
Das Projekt umfasst den Bau eines Rückhaltebeckens mit einem Fassungsvermögen von rund 25.000 Kubikmetern. Das Wasser wird über einen Treibgutrechen und einen 1,1 Kilometer langen Ableitungskanal in die Lavant eingeleitet. Der alte Bachlauf bleibt als Lebensraum erhalten. Insgesamt werden 107 Gebäude und rund 485 Einwohner*innen künftig vor Hochwasser geschützt.
Gemeinsames Projekt von Land, Bund und Gemeinde
Landesrat Daniel Fellner betonte beim Spatenstich, dass Kärnten Schritt für Schritt sicherer gemacht werde. Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber ergänzte, dass der Hochwasserschutz auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Infrastruktur und zur regionalen Wertschöpfung leiste. Die Gesamtkosten für das Projekt am Langlbach belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro.
Zwei weitere Rückhaltebecken am Schießstattacker
Parallel entstehen zwei zusätzliche Rückhaltebecken, die Oberflächenwasser von landwirtschaftlichen Flächen ableiten und so Erosionsschäden verhindern. Die Kosten dafür betragen rund 550.000 Euro, wovon über 440.000 Euro aus dem Agrarreferat von Gruber finanziert werden. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 geplant.
