Hermagor
Beitrag zur Vielfalt und zum Schutz der Gewässer
Mit der Fertigstellung der Fischaufstiegshilfe setzt Kärnten ein deutliches Zeichen für gelebten Gewässerschutz, Artenvielfalt und nachhaltige Wasserbewirtschaftung, ein Gewinn für Natur, Tiere und Menschen gleichermaßen.
Ein Schritt für den Schutz der heimischen Gewässer und ihrer Artenvielfalt wurde in Hermagor umgesetzt: Die neue Fischaufstiegshilfe an der Gössering ermöglicht es Fischen, bisher blockierte Flussabschnitte zu passieren und damit ihre natürlichen Wanderungen fortzusetzen. Das von Bund und Land geförderte Projekt wurde von der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See realisiert und gestern (7. November 2025) offiziell eröffnet.
Ökologische Bedeutung der Anlage
Landesrat Daniel Fellner betont die ökologische Bedeutung der Anlage: „Flüsse sind Lebensraum für Fische und andere Wasserlebewesen. Mit der Errichtung der Fischaufstiegshilfe an der Gössering schaffen wir ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Ober- und Unterlauf.“ Damit Fische dauerhaft überleben, müssen sie lange Wanderungen unternehmen. Wehre, Geschiebesperren und Sohlstufen unterbrechen diese Lebensadern oft seit Jahrhunderten. Die neue Fischaufstiegshilfe stellt die Durchgängigkeit des Flusses wieder her und sorgt dafür, dass Ober- und Unterlauf ökologisch wieder miteinander verbunden sind.
Gewässerschutz und Artenvielfalt
Mit der Fertigstellung der Fischaufstiegshilfe setzt Kärnten ein deutliches Zeichen für gelebten Gewässerschutz, Artenvielfalt und nachhaltige Wasserbewirtschaftung, ein Gewinn für Natur, Tiere und Menschen gleichermaßen. „Frei wandernde Fische, lebendige Gewässer, so schaffen wir Lebensadern für viele Generationen”, meint der Landesrat.
Wissenswert
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro. Finanziert wurde die Fischaufstiegshilfe durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft, das Land Kärnten, den Biodiversitätsfonds sowie die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See. Die Bauarbeiten fanden von Mai bis Oktober 2025 statt. Dabei wurden rund 316 Kubikmeter Beton, 25 Tonnen Bewehrungsstahl und 400 Tonnen Steinschlichtungen für Ufersicherungen und Becken verbaut.



