Treffen
Treffen fordert Klarheit zur 380-kV-Trasse
Viele Bürger*innen sind wegen der geplanten 380-kV-Leitung verunsichert. Die Gemeinde Treffen wurde erst Ende September über erste Pläne informiert, nun fordert die Gemeindespitze vollständige Transparenz und eine ernsthafte Prüfung aller Alternativen. Bürgermeister Klaus Glanznig und alle Fraktionsführer haben parteiübergreifend einstimmig beschlossen, größtmögliche Klarheit einzufordern.
Das Projekt „Netzraum Kärnten“ ist in der Planungsphase zur Hälfte abgeschlossen. Mit 26 von 36 betroffenen Gemeinden gibt es bereits Einigungen, das Genehmigungsverfahren wird aber noch mehrere Jahre dauern.© Klick Kärnten
Die Gemeinde kennt bisher nur eine grobe Linienführung, konkrete Angaben zu Masten, Standorten oder Höhen fehlen. Bürgermeister Klaus Glanznig und Umweltreferent Andreas Fillei halten fest, dass die Trassenplanung nicht von der Gemeinde gewünscht wurde, aber große Auswirkungen hätte. Gleichzeitig soll im Tal eine bestehende 110-kV-Leitung abgebaut werden, was punktuell Entlastung bringen könnte.
Betroffene Ortsteile und Widerstand
Laut Informationsstand wären vor allem die Ortsteile Töbring, Görtschach und Kras betroffen. Bürger*innen äußern deutliche Sorgen, lokale Fraktionen – darunter auch die FPÖ-Treffen – verlangen Verbesserungen in der Planung. Der Gemeinderat beschloss eine parteiübergreifende Resolution: Schutz der Bevölkerung, Prüfung aller Alternativen und eine Planung, die Wohnsiedlungen bestmöglich entlastet.
Wie es weitergeht
APG plant die Feintrasse bis Ende 2026 fertigzustellen, erst danach startet das Genehmigungsverfahren. Treffen fordert bis dahin volle Einbindung und klare Informationen: Entscheidungen sollen erst getroffen werden, wenn alle Fakten am Tisch liegen.
