Derby

Pyra­mi­den­ko­gel leuch­tet in Blau!

Der VSV hat das erste Kärntner Derby dieser Saison in der win2day ICE Hockey League für sich entschieden. Die Villacher gewannen gegen den KAC am Freitagabend mit 5:3.

Pyra­mi­den­ko­gel leuch­tet in Blau! Maximilian Preiml (rechts) und Maximilian Rebernig (links) lieferten sich einen Faustkampf.

© VSV/Bernd Stefan

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In den ers­ten Minu­ten ent­fal­te­te der KAC eine regel­rech­te Druck­wel­le, die den Vil­la­cher Adlern kaum Luft zum Atmen ließ. Die Blau-Wei­ßen kamen nur sel­ten kon­trol­liert aus der eige­nen Zone, während die Rot­ja­cken Angriffs­wel­le um Angriffs­wel­le vor­tru­gen. Bereits nach 2:51 Minu­ten eröffnete sich Ober­stei­ner eine hochkarätige Gele­gen­heit: Nach einem präzisen Zuspiel von Dobro­vol­ny in den Slot kam der Stürmer aus kur­zer Distanz zum Abschluss, brach­te jedoch zu wenig Schärfe hin­ter die Schei­be.

Duell gegen KAC-Kapitän Hun­dert­pfund

Der KAC hielt die Intensität hoch und for­cier­te nach 5:43 Minu­ten die nächste Groß­chan­ce. Der Vil­la­cher Schluss­mann glänzte dabei mit einer Welt­klas­se-Para­de, als er den Abfälscher eines gefährlichen Quer­pas­ses in der Offen­siv­zo­ne entschärfte. Den Rebound berei­nig­te schließ­lich Tho­mas Vallant. Doch ent­ge­gen des deut­li­chen Chancenübergewichts der Kla­gen­fur­ter folg­te der ers­te Genie­streich der Adler: Kul­da jag­te einen wuch­ti­gen Schlag­schuss Rich­tung Dahm, der den Puck nur abpral­len las­sen konn­te – Nick Hut­chison reagier­te am schnells­ten und drückte den Rebound über die Linie (8.). In der Fol­ge kipp­te die Dyna­mik merk­lich. Vil­lach setz­te nun ent­schei­dend nach, schob die Rot­ja­cken tief in deren Drit­tel und übernahm zuneh­mend die Kon­trol­le. Für den ers­ten fre­ne­ti­schen Jubel der Vil­la­cher Fans sorg­te Adam Helew­ka, der hin­ter dem Tor aus einem Pri­vat­du­ell gegen KAC-Kapitän Hun­dert­pfund als kla­rer Sie­ger her­vor­ging und die­sem gera­de­zu die Ausrüstung “aus­zog”.

Faust­kampf mit Preiml

Nur Momen­te später setz­te Maxi­mi­li­an Reber­nig ein wei­te­res phy­si­sches Aus­ru­fe­zei­chen, indem er Kla­gen­furts Preiml in einem Faust­kampf nicht nur nach Punk­ten, son­dern bei­na­he sym­bo­lisch nach Run­den domi­nier­te. Die Intensität war spätestens jetzt auf Der­by-Niveau. Etwa fünf Minu­ten vor Drit­tel­en­de bot sich den Rot­ja­cken erst­mals die Gele­gen­heit, in Überzahl zu agie­ren. Vallant hat­te sich für ein nicht geahn­de­tes Bein­stel­len an Helew­ka revan­chiert und damit eine Stra­fe wegen übertriebener Härte gezo­gen. Die Vil­la­cher Unter­zahl­for­ma­ti­on aber ant­wor­te­te mit auf­op­fe­rungs­vol­lem Ein­satz: Vier wich­ti­ge Blocks von Hut­chison, Maxa, Lind­ner und Strong ver­ei­tel­ten sämtliche Ambi­tio­nen des KAC. Vil­lach lie­fer­te im Anschluss sei­ne Ant­wort auf dem Eis.

Hart, inten­siv und kom­pro­miss­los

Hin­ter dem Tor wur­de Han­cock regel­wid­rig zu Fall gebracht; die Schei­be sprang in den rech­ten Bul­ly­kreis, wo John Hug­hes kei­ne Sekun­de zögerte und das Spielgerät mil­li­me­ter­ge­nau ins Kreuz­eck hämmerte. Der Druck der Adler hielt in wei­te­rer Fol­ge unver­min­dert an. Die Kla­gen­fur­ter fan­den kaum Zugriff und muss­ten reagie­ren, anstatt selbst Akzen­te zu set­zen. 90 Sekun­den vor der ers­ten Pau­se prüfte Rau­chen­wald Dahm noch ein­mal per plat­zier­tem One-Timer, doch der KAC-Goa­lie ret­te­te in höchster Not. Das Drit­tel ende­te in jener Ton­art, in der es sich ent­wi­ckelt hat­te: hart, inten­siv, kom­pro­miss­los. Auch Guus van Nes setz­te ein phy­si­sches Zei­chen, als er sein Duell mit Cle­mens Unter­we­ger klar für sich ent­schied – der Kla­gen­fur­ter ging nach zwei geziel­ten Tref­fern zu Boden.

Vil­lach jubel­te erneut

Das zwei­te Drit­tel begann ohne gro­ße Höhepunkte. Nach 2:45 Minu­ten bot sich Vil­lach jedoch die ers­te Überzahl, da Nickl wegen Hakens vom Eis muss­te. Die Adler fan­den zunächst nicht in ihre For­ma­ti­on, setz­ten sich nach eini­gen Anläufen aber schließ­lich fest. Hug­hes spiel­te einen fei­nen Quer­pass durch die Zone auf Helew­ka, des­sen One-Timer das Tor jedoch klar ver­fehl­te. Kurz dar­auf jubel­te Vil­lach erneut. Katic leg­te die Schei­be auf Helew­ka, der das Spiel cle­ver ver­la­ger­te. Scher­bak zog vom rech­ten Bul­ly­kreis ab, und Hut­chison fälschte direkt vor Dahm unhalt­bar ab – 3:0 für die Adler (25.). Vil­lach blieb am Drücker und bestimm­te das Gesche­hen bei Fünf gegen Fünf bei­na­he nach Belie­ben. Die Blau-Wei­ßen ver­brach­ten über eine Minu­te unun­ter­bro­chen in der Angriffs­zo­ne, während der KAC kaum noch Zugriff fand.

Enor­mer Ein­satz aller Spie­ler

Vallant mit einem One-Timer und Hug­hes mit einem Hand­ge­lenk­schuss aus dem Slot schei­ter­ten bei­de an Dahm, der sein Team mit meh­re­ren star­ken Para­den im Spiel hielt. Dann wan­der­ten die Adler selbst in die Kühlbox: Scher­bak muss­te wegen übertriebener Härte raus. Kla­gen­furt fand sofort die For­ma­ti­on, ein sat­ter One-Timer von Kem­pe wur­de von Can­na­ta noch entschärft. Gegen den anschlie­ßen­den Schuss von Jor­dan Mur­ray war der Vil­la­cher Goa­lie aber macht­los – die Schei­be schlug plat­ziert in der lan­gen Ecke ein, nach­dem Fraser ihm die Sicht nahe­zu per­fekt ver­stell­te. Kurz nach dem Anschluss­tref­fer erwisch­te es auch Hug­hes mit einer Stra­fe wegen Stock­schlags. Die Kla­gen­fur­ter kamen zu einer guten Möglichkeit, doch Vallant warf sich mit enor­mem Ein­satz in den Abschluss und ver­hin­der­te Schlim­me­res.

Vil­lach behielt die Kon­trol­le

Bei nume­ri­scher Gleich­heit behielt Vil­lach wei­ter­hin die Kon­trol­le. Als Mur­sak die Schei­be ins Aus beförderte und dafür zwei Minu­ten kas­sier­te, muss­ten die Rot­ja­cken erneut in Unter­zahl ran. Vil­lach fand sofort die Ord­nung im Angriffs­drit­tel: Dahm ließ einen Schlag­schuss von MacPher­son nach vor­ne abpral­len, und Hug­hes kam nur Zen­ti­me­ter zu spät, um den Rebound zu ver­wer­ten. Nach Ablauf der Stra­fe bot sich Rau­chen­wald nach einem Zuspiel von Hut­chison eine Kon­ter­chan­ce, doch Dahm parier­te den Abschluss aus dem Slot mit der Schul­ter.

Offen­si­ve blaue Linie

Die kal­te Dusche folg­te prompt auf der ande­ren Sei­te: Nickl feu­er­te einen Hand­ge­lenk­schuss aus dem Slot ab, Can­na­ta ließ den Puck unglücklich zwi­schen den Scho­nern durch­rut­schen und Mur­sak beförderte das Spielgerät über die Linie. Wenig später durf­te Kla­gen­furt erneut im Power­play ran. Niko­lic schick­te Hut­chison wegen Cross-Checks auf die Straf­bank. Das Überzahlspiel hielt jedoch nur kurz, da Pira­gic wenig später Schwin­ger wegen Hal­tens aus­schick­te. Her­bur­ger ver­lor dar­auf­hin bei nume­ri­scher Gleich­heit an der offen­si­ven blau­en Linie den Puck. Strong schick­te Scher­bak auf die Rei­se, doch im direk­ten Duell blieb Dahm Sie­ger und fuhr recht­zei­tig den Scho­ner aus.

 Gute One-Timer-Chan­ce

Das drit­te Drit­tel begann zunächst ruhig. Nach zwei Minu­ten durf­te erneut die Vil­la­cher Überzahlformation aufs Eis, nach­dem Mur­ray im Anschluss an ein Face­off Han­cock zu Fall gebracht hat­te und wegen Bein­stel­lens auf die Straf­bank muss­te. Das Power­play der Adler blieb blass: Die For­ma­ti­on kam nicht rich­tig zustan­de, abge­se­hen von einem Abschluss durch Han­cock sprang wenig her­aus. Im Gegen­zug erhielt Kla­gen­furt eine wei­te­re Überzahl, da Hug­hes eben­falls wegen Bein­stel­lens raus muss­te. Die Rot­ja­cken fan­den die Ord­nung und kamen nach einem Quer­pass zu einer guten One-Timer-Chan­ce, doch Can­na­ta parier­te sicher.

Vier gegen Vier

Bei nume­ri­scher Gleich­heit schlug dann der KAC zu: From traf in der 47. Minu­te aus zen­tra­ler Posi­ti­on mit einem schnel­len, präzisen Hand­ge­lenk­schuss und ließ Can­na­ta kei­ne Chan­ce. Der Aus­gleich brach­te kurz Schwung für die Gäste, doch Vil­lach ant­wor­te­te prompt. In Überzahl arbei­te­te Reber­nig hart vor dem Tor, Han­cock brach­te den Puck aufs Gehäuse, die­ser prall­te von einem Spie­ler ab und Helew­ka ver­wer­te­te den Rebound aus rech­ter Posi­ti­on eis­kalt. Vil­lach nahm die­sen Tref­fer als Signal und erhöhte sofort den Druck. Kurz dar­auf erzwang Helew­ka in der Kla­gen­fur­ter Zone einen Tur­no­ver, zog allei­ne auf Dahm zu und wur­de von einem Rot­ja­cken-Spie­ler mit­samt Puck ins Tor gescho­ben.

Vil­lach ließ nichts mehr anbren­nen

Das Match blieb inten­siv. Sablatt­nig prüfte Can­na­ta mit einem Schlag­schuss, im Gegen­zug durf­te Vil­lach erneut im Power­play ran, nach­dem Sablatt­nig Hut­chison mit einem Haken zu Fall gebracht hat­te. Das Überzahlspiel der Adler wirk­te lan­ge harm­los, doch dann gelang ein sehens­wer­ter Tref­fer: Scher­bak hielt die Schei­be an der blau­en Linie, verzögerte geschickt und spiel­te Lind­ner am rech­ten Bul­ly­kreis frei. Der Ver­tei­di­ger zog tro­cken per One-Timer ab und traf unhalt­bar – Hut­chison leis­te­te vor dem Tor wert­vol­le Arbeit. In der Schluss­pha­se ließ Vil­lach nichts mehr anbren­nen. Defen­siv stand man sta­bil, klärte kon­se­quent und brach­te den ver­dien­ten Sieg souverän über die Zeit.

15.11.2025 11:00 - Update am: 12.08.2026 16:32
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Pyra­mi­den­ko­gel leuch­tet in Blau! Maximilian Preiml (rechts) und Maximilian Rebernig (links) lieferten sich einen Faustkampf.

© VSV/Bernd Stefan