Villach
Preis für Zivilcourage geht an Helden von Villach
Der erstmals verliehene „Fahndung Österreich – Preis für Zivilcourage“ zeichnet jenes mutige Eingreifen aus, das in Villach wohl noch größeres Unheil verhindert hat. Allaaeddin Alhalabi wurde für seinen entschlossenen Einsatz, der Leben rettete, nun öffentlich geehrt.
© ServusTV / Johannes Jank
Der 15. Februar 2025 hat sich tief ins Gedächtnis vieler Kärntnerinnen und Kärntner eingebrannt. Ein 23-jähriger Syrer attackierte in der Villacher Innenstadt völlig wahllos Passanten, tötete einen 14-jährigen Burschen und verletzte vier weitere Menschen schwer. Erst das mutige Eingreifen eines 42-jährigen Essenslieferanten beendete den Amoklauf.
Allaaeddin Alhalabi reagierte damals ohne zu zögern: Er fuhr mit seinem Auto direkt auf den Angreifer zu und rammte ihn – ein entschlossenes Manöver, das weitere Opfer verhinderte und den Einsatzkräften die Festnahme ermöglichte.
Für dieses außergewöhnliche Einschreiten wurde Alhalabi nun als erster Preisträger des neu geschaffenen „Fahndung Österreich – Preis für Zivilcourage“ ausgezeichnet. Die Ehrung fand am Mittwochabend live bei ServusTV statt und wurde von General Mag. Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamts, sowie Moderator Hans Martin Paar überreicht. Der Preis ist mit zwei Goldmünzen im Wert von rund 7.000 Euro dotiert.
„Ich wollte diesen Menschen stoppen“
„Ich hatte damals keine Zeit zum Nachdenken“, erinnert sich Alhalabi an den dramatischen Tag. „Egal, was passiert, ich wollte diesen Menschen stoppen. Hoffentlich passiert so etwas nie wieder – aber wenn doch, würde ich wieder genauso handeln.“
Der Preisträger appellierte zugleich, als Gesellschaft zusammenzustehen: „Gemeinsam können wir eine starke Mauer gegen Terror und Angst bauen.“
Große Anerkennung für außergewöhnlichen Mut
Bundeskriminalamtschef Holzer würdigt das beherzte Eingreifen:
„Zivilcourage ist ein essenzieller Bestandteil von Sicherheit. Allaaeddin Alhalabi hat Mitte Februar eindrucksvoll gezeigt, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen.“
Auch ServusTV-Infochef und „Fahndung Österreich“-Moderator Hans Martin Paar betont den Vorbildcharakter:
„In einer Extremsituation so schnell zu reagieren und mutig zu handeln, verdient breite Anerkennung.“
Martin Gebhart, Mitinitiator des Preises, zeigt sich ebenso beeindruckt:
„Nur durch das entschlossene Einschreiten konnte Schlimmeres verhindert werden. Mit dem ‚Helden von Villach‘ haben wir einen Preisträger gefunden, der genau dafür steht, was dieser Preis auszeichnen soll.“
