Klagenfurt/Graz
Koralmbahn: Historisch für Kärnten und Steiermark
27 lange Jahre hat es gedauert, dass dieser Lückenschluss der baltisch-adriatischen Achse von der Ostsee bis an die Adria eröffnet werden konnte.
© Land Steiermark/Binder
Eisenbahnhistorischer Moment, Eintrag in die Geschichtsbücher, neue Zukunft in der Mobilität – in Graz am Hauptbahnhof starteten die Festakte zur Eröffnung der Koralmbahnstrecke, die damit die Ostsee mit der Adria verbindet und die Städte Graz und Klagenfurt auf eine 41-Minuten-Distanz zusammenbringt. Angeführt von Landeshauptmann Peter Kaiser war Kärntens gesamtes Regierungskollegium in Graz vor Ort.
Ballungsraum im deutschsprachigen Raum
Der Landeshauptmann verwies in Graz auf die enorme Bedeutung und die Auswirkungen der neuen Strecke: „Es entsteht der siebent größte Ballungsraum im deutschsprachigen Raum, der Stern des Südens. Wir schreiben damit Geschichte für beide Bundesländer.“ Kaiser betonte aber auch das Zustandekommen des Projektes: „Wir erleben die Vollendung einer Idee, die viele kritisiert haben, die einige verhindern wollten und andere torpediert haben. Unser Dank gilt jenen, die durchgehalten haben, die daran geglaubt haben, die sich durchgesetzt haben.“
Wirtschaftsraum mit 1,2 Millionen Menschen
27 lange Jahre hat es gedauert, dass heute dieser Lückenschluss der baltisch-adriatischen Achse eröffnet werden kann. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler, Infrastrukturminister Peter Hanke, der Vertreter des EU-Kommissars Apostolos Tzitzikostas, Eric von Breska, und die Bürgermeisterin Elke Kahr, sowie Bürgermeister Christian Scheider erklärten diesen Tag zu einem historischen Moment, der Menschen und Wirtschaft zusammenführe, ein Tag, an dem ein neuer Wirtschaftsraum in Österreich mit 1,2 Mio. Menschen entsteht.
Von europäischer Tragweite
„Es ist ein historischer Tag. Kärnten und die Steiermark wachsen wirtschaftlich, touristisch und vor allem menschlich zusammen”, meinte Landeshauptmann Mario Kunasek. Stocker und Babler hielten die wirtschaftliche Bedeutung der Koralmbahn fest. Stocker sieht in der neuen Bahnstrecke, die vor allem eine europäische Dimension habe, einen „mpuls und einen damit verbundenen Aufschwung in Österreich. Tausende Menschen hätten laut Babler an der Umsetzung gearbeitet, damit nun Pendler mehr Lebensqualität durch kürzere Fahrzeiten erfahren. Breska verdeutlichte die europäische Dimension der Koralmbahnstrecke als Teil des baltisch-adriatischen Korridors.
