Klagenfurt
Siebenter Derby-Heimsieg in Folge!
Ohne je in Rückstand gelegen zu haben, setzte sich der KAC im 362. Kärntner Derby durch. Mit dem 5:2-Erfolg gegen Villach bauten die Rotjacken ihre Tabellenführung aus.
© EC-KAC/Florian Pessentheiner
Der Anfangsphase fehlten die konkreten Torszenen, gefährlich wurde es erst im ersten Powerplay der Gäste, in dem allerdings der KAC zur besten Gelegenheit kam: Matt Fraser stocherte den Puck aus der eigenen Zone, ging über die rechte Seite steil und schnitt nach innen, blieb in letzter Konsequenz aber bedrängt an Goalie Joe Cannata hängen (6.).
Frühe Führung
Die Führung für die Rotjacken resultierte aus einem von Muršak geblockten Chip-Versuch der Blau-Weißen in deren Offensivdrittel: Nick Petersen schob in der neutralen Zone seinen Körper vor jenen Dylan MacPhersons und ermöglichte so einen Zwei-auf-Eins-Angriff, seinen Querpass von links aus konnte sich Jan Muršak im Zentrum noch herrichten, ehe er aus dem Handgelenk einschoss (11.). Es folgte Villachs beste Phase im Startdrittel: Walls Schuss aus dem Rückraum wurde vor dem Tor knapp an diesem vorbei abgelenkt (11.), der über halbrechts frei zum Tor ziehende Nikita Scherbak scheiterte an Sebastian Dahm und die Wallenta-Deflection eines Vallant-Blueliners schlitterte hauchdünn flach am Kasten vorbei (jeweils 12.).
„Zwei-gegen-Eins“-Angriff
Gebremst wurde die blau-weiße Druckphase abrupt vom zweiten KAC-Treffer: Jan Muršak zog über rechts diagonal zum Gehäuse, zwang Goalie Cannata mit einer Täuschung zur Bewegung und nutzte dies zu einem Warparound auf die Vorhand ins halbleere Tor (18.). Bei einem Villacher „Zwei-gegen-Eins“-Angriff zögerte Scherbak zu lange, als er dann diagonal nach vorne passte, lenkte David Maier die Scheibe in die Rundung ab (19.). In der Schlussminute des ersten Drittels schlenzte Petersen von der blauen Linie aus scharf, Simeon Schwinger fälschte vor dem Crease ab, der Puck detonierte aber nur am Beinschoner des VSV-Torhüters (20.).
Vierminütiges Überzahlspiel
Im zweiten Abschnitt scheiterten Tobias Sablattnig aus dem hohen Slot (22.) und Raphael Herburger aus kurzer Distanz (23.), der Vorarlberger war auch Protagonist in einem vierminütigen Klagenfurter Überzahlspiel, als er zunächst einen Unterweger-Schuss an der langen Stange vorbei abfälschte (25.) und dann einen Rebound auf Cannatas Schoner klopfte (26.). Weil Mathias From im Aufbau den Halt verlor, kassierten die Rotjacken ihren ersten Shorthanded-Gegentreffer der Saison: Maximilian Rebernig schoss vom rechten Flügel aus, der Abpraller sprang zu ihm zurück und er ließ ihn mit der Rückhand in die Ecke abtropfen (27.).
KAC gewann Offensivspiel
Nachdem der von Kempe im Zentrum ideal bediente Form zu zentral abgeschlossen hatte, sorgte die vierte Angriffsformation für den dritten Treffer: Daniel Obersteiner gewann das Offensivanspiel auf der rechten Seite, Johanes Dobrovolny schob den Puck zur blauen Linie zurück, wo Maximilian Preiml abzog. Die Scheibe sprang am Eis auf und schlug damit flach ein (35.). Dann passte Jan Muršak von der rechten Halfwall aus nach innen, Nick Petersen übernahm in halbrechter Position direkt, traf allerdings nur die Oberkante der Querlatte. Im zweiten Villacher Überzahlspiel befreiten sich die Rotjacken fünf Mal.
Als die Entscheidung fiel
Im dritten Durchgang parierte Dahm einen Hancock-Schuss von rechts aus mit der Maske (42.), im Gegenzug erhöhte der KAC das Score: Raphael Herburger scheiterte knapp, blieb aber im Puckbesitz, er drehte von hinter dem Kasten an die Grundlinie aus, passte dann quer an den Torraum und Matt Fraser hielt seine Schlägerschaufel zum 4:1 hin (42.). Jan Muršak fälschte einen Schwinger-Schlagschuss um Zentimeter am Tor vorbei ab (43.), ehe der VSV sein drittes Powerplay der Partie in den Treffer zum 4:2 konvertierte: Maximilian Rebernig lenkte einen Hancock-Pass auf Dahms Schoner ab, Philipp Lindner drückte den Abpraller über die Linie (47.).
Jegliche Comeback-Ambitionen der Gäste unterbanden die Rotjacken mit einem Powerplay-Tor: Daniel Obersteiner gewann erneut ein Anspiel in der Angriffszone, über Hochegger und Sablattnig kam der Puck in den rechten Rückraum zu David Maier. Dieser glitt bis an das hintere Ende des Faceoff-Kreises und schlenzte das Spielgerät dann präzise in die Kreuzecke (50.).
