Klagenfurt

LRH kri­ti­siert Aus­bau der Koro­nar­an­gio­gra­phie

Der Kärntner Landesrechnungshof (LRH) hat den geplanten Ausbau der Koronarangiographie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee überprüft und dabei Kritik an der Projektvorbereitung geübt. Grundsatzentscheidungen seien nicht frühzeitig final getroffen worden.

LRH kri­ti­siert Aus­bau der Koro­nar­an­gio­gra­phie Nach außen offene Türen, nach innen offene Fragen: Während Kärntens Landesregierung Bürgernähe zeigt, warten viele Bedienstete auf klare Antworten zu Reformen, Selbstbehalten und ihrer Vertretung.

© Red/KK

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Die Lan­des­kran­ken­an­stal­ten-Betriebs­ge­sell­schaft (KABEG) plant am Kli­ni­kum Kla­gen­furt den Aus­bau der Koro­nar­an­gio­gra­phie durch zwei zusätz­li­che Anla­gen. Hin­ter­grund ist der stei­gen­de Bedarf an Herz­ka­the­ter­un­ter­su­chun­gen. Bereits 2024 waren die bestehen­den Anla­gen voll­stän­dig aus­ge­las­tet, bis 2027 wird eine Stei­ge­rung um rund 14 Pro­zent pro­gnos­ti­ziert.

Mehr Kapa­zi­tä­ten vor­ge­se­hen

Der Regio­na­le Struk­tur­plan Gesund­heit Kärn­ten 2030 sieht künf­tig drei Koro­nar­an­gio­gra­phie­an­la­gen am Kli­ni­kum Kla­gen­furt vor. Gemein­sam mit der bestehen­den Anla­ge im LKH Vil­lach sol­len damit vier Anla­gen für die kar­dio­lo­gi­sche Ver­sor­gung in Kärn­ten zur Ver­fü­gung ste­hen.

Das Pro­jekt ist in zwei Bau­pha­sen geplant. In der ers­ten Pha­se soll eine zwei­te Koro­nar­an­gio­gra­phie­an­la­ge errich­tet sowie die Erwei­te­rungs­flä­che für eine drit­te Anla­ge vor­be­rei­tet wer­den. Die drit­te Anla­ge soll in einer spä­te­ren Bau­pha­se in Betrieb gehen.

Kos­ten und Kri­tik­punk­te

Die von der KABEG ver­an­schlag­ten Soll-Kos­ten belie­fen sich ursprüng­lich auf 12,15 Mil­lio­nen Euro. Der Lan­des­rech­nungs­hof kor­ri­gier­te die­se im Zuge der Prü­fung auf 11,91 Mil­lio­nen Euro. Bean­stan­det wur­den unter ande­rem Abwei­chun­gen zwi­schen Plä­nen, Leis­tungs­ver­zeich­nis­sen und Men­gen­er­mitt­lun­gen sowie Ein­heits­prei­se, die nicht den orts­üb­li­chen Markt­ver­hält­nis­sen ent­spra­chen.

Zudem kri­ti­sier­te der LRH, dass im Vor­pro­jekt zen­tra­le Grund­satz­ent­schei­dun­gen noch nicht abschlie­ßend getrof­fen wor­den waren. Dadurch kam es zu kos­ten­in­ten­si­ven Über­ar­bei­tun­gen und Zusatz­kos­ten von mehr als 100.000 Euro.

Fol­ge­kos­ten und Per­so­nal­be­darf

Nach Fer­tig­stel­lung der zwei­ten Anla­ge rech­net die KABEG mit jähr­li­chen Fol­ge-Kos­ten von rund 6,24 Mil­lio­nen Euro. Die­se betref­fen vor allem Per­so­nal- und Behand­lungs­kos­ten. Für den Betrieb der neu­en Anla­ge sind 10,5 zusätz­li­che Voll­zeit­stel­len vor­ge­se­hen.

Der Prüf­be­richt wur­de am 23. Dezem­ber 2025 an den Kon­troll­aus­schuss, die Lan­des­re­gie­rung und die KABEG über­mit­telt und ist seit 30. Dezem­ber öffent­lich zugäng­lich.

30.12.2025 11:00
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LRH kri­ti­siert Aus­bau der Koro­nar­an­gio­gra­phie Nach außen offene Türen, nach innen offene Fragen: Während Kärntens Landesregierung Bürgernähe zeigt, warten viele Bedienstete auf klare Antworten zu Reformen, Selbstbehalten und ihrer Vertretung.

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