Arno Arthofer
„Sportpark und Olympiazentrum sind eine Homebase“
Die große Kärntner Sportfamilie kehrte in der Pandemie eindrucksvoll in den Alltag zurück. Weshalb dies gelang, erklärt Landessportdirektor Arno Arthofer im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
© Benny Bürger/KSK
Wer dachte, die Auswirkungen der Pandemie hätten einen Mitgliederschwund in Sportvereinen zur Folge, der irrt. Zumindest in Kärnten. „Meine Wahrnehmung ist eine positive“, bestätigt Arno Arthofer im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“. Der Landessportdirektor beruft sich auf Gespräche mit Vertretern der Fachverbände. Als Beispiele führt er Fußball‑, Basketball- und auch Radsportverband an. „Sie haben mir bestätigt, dass der Zuspruch in den Vereinen teilweise höher ist, als vor der Pandemie“, betont Arthofer.
Bewusstsein für Sport und Bewegung
Er hat dafür eine einfache Erklärung: „Sport ist mehr, als schnell von A nach B zu kommen oder Tore zu schießen.“ Die Einschränkungen in der Pandemie schärften das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Sport und Bewegung. Damit einher geht ein soziales und gesellschaftliches Erlebnis, das Sport-Veranstaltungen neben sportlichen Leistungen bieten und nach dem sich die Kärntner sehnen.
Sport beeinflusst den Alltag positiv
Kurzum: Die große Kärntner Sportfamilie (siehe unten) kehrte stärker denn je aus der Corona-Krise zurück. „Dafür ist allen – Sportlern, Trainern, Funktionären und Eltern – zu danken“, betont Arthofer. Zeiten wie diese dokumentieren, dass der Sport viele Bereiche des alltäglichen Lebens positiv beeinflusst, wie Gesundheit (Prävention), Bildung (Schulsport) und Tourismus (Wertschöpfung durch nationale und internationale Veranstaltungen im Land). „Abgesehen davon, dass der Sport Werte fürs Leben wie Disziplin und Teamgeist vermittelt“, fügt Arthofer hinzu.
Haus des Kärntner Sports
Im Zusammengehörigkeitsgefühl der Kärntner Sportfamilie nimmt der Sportpark in Klagenfurt mit dem Olympiazentrum eine zentrale Rolle ein. „Der Sportpark ist das Haus des Kärntner Sports, das zahlreiche Vereine und Verbände beheimatet. Hier werden bis zu 30 Sportarten ausgeübt“, verrät Arthofer. Für Kärntens Top-Sportler sind Sportpark und Olympiazentrum eine „Homebase“. „Eine Homebase, die Heimat vermittelt, wenn sie von internationalen Großereignissen nach Kärnten zurückkehren“, präzisiert Arthofer.
Das Sportland Kärnten in Zahlen
- rund 1.600 Vereine
- rund 35.000 ehrenamtliche Funktionäre
- rund 156.000 Mitglieder (Sportler) in Dachverbänden
- ein Olympiazentrum
- drei Dachverbände
- 53 Fachverbände
- ein Heeressport-Leistungszentrum
- 34 Bundesliga-Vereine