Klagenfurt

Statt Sach­po­li­tik, Sturm im Rat­haus – Schei­der stellt klar!

Statt Sachpolitik nur Sturm im Rathaus – Scheider platzt der Kragen.

Statt Sach­po­li­tik, Sturm im Rat­haus – Schei­der stellt klar! Bürgermeister Christian Scheider wehrt sich gegen die aktuelle Kritik und spricht von „Doppelmoral“ in der politischen Debatte rund um die §73-Entscheidung.

© Foto: Harald Gaffer KK

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In der Dis­kus­si­on um die jüngs­te §73-Ent­schei­dung zur per­so­nel­len Neu­be­set­zung von Aus­schüs­sen im Kla­gen­fur­ter Gemein­de­rat mel­det sich Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schei­der nun deut­lich zu Wort. Er zeigt sich „mehr als ver­wun­dert“ über die aktu­el­le Empö­rung – vor allem sei­tens SPÖ, Grü­nen und einer Kärnt­ner Tages­zei­tung.

Laut Schei­der sei die Auf­re­gung heuch­le­risch, denn ein Blick in die Ver­gan­gen­heit zei­ge ein ande­res Bild: Die frü­he­re Stadt­re­gie­rung habe den §73 „scha­ren­wei­se“ genutzt – und zwar eben­falls für Per­so­nal­än­de­run­gen in Aus­schüs­sen. Betrof­fen gewe­sen sei­en damals vier grü­ne Man­da­ta­re. „Nie­mand hat dar­über dis­ku­tiert, kei­ne Zei­tung hat dar­über berich­tet – es wur­de ein­fach gemacht.“, so Schei­der.

Heu­te hin­ge­gen wer­de „mit zwei­er­lei Maß gemes­sen“. Für ihn sei klar: Die­je­ni­gen, die jetzt laut pro­tes­tie­ren, haben damals selbst davon pro­fi­tiert.

„Wir fol­gen der Emp­feh­lung der Gemein­de­auf­sicht“

Der Bür­ger­meis­ter betont, dass die Stadt der aktu­el­len Emp­feh­lung der Gemein­de­auf­sicht selbst­ver­ständ­lich nach­kom­men wer­de. Zugleich kri­ti­siert er, dass die frü­he­re Stadt­re­gie­rung die Gemein­de­auf­sicht nie infor­miert habe – sonst wären sei­ner Mei­nung nach „eini­ge Unrecht­mä­ßig­kei­ten“ auf­ge­fal­len.

§73: Damals brei­tes Ein­satz­ge­biet

Schei­der nennt meh­re­re Bei­spie­le, bei denen der Para­graph in der Ver­gan­gen­heit ange­wandt wur­de – dar­un­ter: Per­so­nel­le Ände­run­gen in Aus­schüs­sen, För­der­ver­ga­ben an Unter­neh­men und Ver­ei­ne, Sub­ven­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen, Ver­lei­hun­gen des Stadt­wap­pens, Umbe­nen­nun­gen von Aus­schüs­sen, Markt­ord­nung neu, Mit­tel­fris­ti­ger Finan­zie­rungs­plan, Ände­run­gen der Ver­trags­be­diens­te­ten­ord­nung.

Für Schei­der steht fest: Die aktu­el­le Empö­rung sei poli­ti­sches Thea­ter – und „offen­kun­dig heuch­le­risch“.

Kri­ti­sche Fest­stel­lung

Im Moment hat man tat­säch­lich den Ein­druck: Egal, was Bür­ger­meis­ter Schei­der tut – es wird in vie­len Medi­en grund­sätz­lich nega­tiv dar­ge­stellt.
Das wirft die Fra­ge auf: War­um ist das so?

Sind sei­ne poli­ti­schen Mit­be­wer­ber ein­fach zu schwach, um eige­ne Inhal­te zu set­zen – und nut­zen daher jede Gele­gen­heit, um Stim­mung zu machen?
Oder steckt etwas ande­res dahin­ter?

Ein The­ma, das jeden­falls die poli­ti­sche Debat­te in Kla­gen­furt wei­ter inten­si­vie­ren dürf­te.

16.01.2026 16:30 - Update am: 16.01.2026 16:41
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Statt Sach­po­li­tik, Sturm im Rat­haus – Schei­der stellt klar! Bürgermeister Christian Scheider wehrt sich gegen die aktuelle Kritik und spricht von „Doppelmoral“ in der politischen Debatte rund um die §73-Entscheidung.

© Foto: Harald Gaffer KK