Klagenfurt
Holocaust-Gedenktag im kärnten.museum
Seitens des Mauthausen Komitee Kärnten sprach Manfred Morokutti. Er verdeutlichte anhand der Zahlen des Rechtsextremismusberichts, wie wichtig es ist, gegen antisemitische und rechtsextreme Strömungen aufzutreten.
Direktor Wolfgang Muchitsch, Nationalrätin Elisabeth Scheucher-Pichler, Stadtrat Franz Petritz, Stadträtin Sandra Wassermann, Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeister Christian Scheider, Manfred Morokutti, David Gulda, Peter Gstettner, Gemeinderat Manfred Jantscher und Paul Gulda (von links).© LPD Kärnten/Jannach
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27. Jänner) fand heute (25. Jänner 2026) eine Matinée im kärnten.museum statt. Die Gedenkveranstaltung wurde vom Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška und der Stadt Klagenfurt organisiert.
Erinnerungskultur in Klagenfurt
Seine Ansprache begann Landeshauptmann Peter Kaiser mit Eindrücken während eines Besuchs des Museums des Rigarer Ghettos in Lettland: „Wenn man das Leid gesehen hat, sich die unaussprechlichen Schicksale der verfolgten und ermordeten Menschen vor Augen führt und dann in die Gegenwart zurückkehrt, weiß man wie wichtig es ist, für die liberale Demokratie, die Menschenrechte und das Leben das wir führen dürfen, täglich einzutreten.” In seinen Begrüßungsworten ging Bürgermeister Christian Scheider auf die Erinnerungskultur in der Landeshauptstadt ein: „Die Vergangenheit soll uns lehren, wie wichtig es ist die Demokratie zu schützen.” Erinnerungskultur sei auch Auftrag, die Lehren aus der Geschichte an die kommenden Generationen weiter zu geben.
“Holocaust hat mit Worten begonnen”
Seitens des Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška sprach Manfred Morokutti. Der Vorsitzende verdeutlichte anhand der Zahlen des Rechtsextremismusberichts, wie wichtig es ist, gegen antisemitische und rechtsextreme Strömungen aufzutreten: „Der Holocaust hat mit Worten, Sprache, Hass und Fake-News begonnen. Daher ist es wichtig wachsam zu sein, Zivilcourage zu zeigen und sich auf die Seite jener zu stellen, die sich für die Erhaltung der Demokratie einsetzten.” Wolfgang Muchitsch, Direktor des kärnten.museum berichtete, dass im Zuge des Erinnerungsjahr 2025 neben der Hauptausstellung „Hinschaun! Poglemjo“ rund 40 weitere Veranstaltungen und Ausstellungen im kärnten.museum zu diesem Thema stattfanden.
Der Vorsitzende der Erinnerungsbeirates der Stadt Klagenfurt, Peter Gstettner, ging in seiner Rede auf den gesellschaftlichen Auftrag einer gelebten Erinnerungskultur ein. Man müsse sich mit der Rolle der Ausgrenzung und der Verfolgung beschäftigen. “Sich mit den Opfern solidarisieren und ihnen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen”, fasste Gstettner zusammen.
Direktor Wolfgang Muchitsch, Nationalrätin Elisabeth Scheucher-Pichler, Stadtrat Franz Petritz, Stadträtin Sandra Wassermann, Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeister Christian Scheider, Manfred Morokutti, David Gulda, Peter Gstettner, Gemeinderat Manfred Jantscher und Paul Gulda (von links).© LPD Kärnten/Jannach

