Waldwirtschaft

Kärn­tens Wäl­der als Teil der Kli­ma­lö­sung

Forstwirtschaft und Politik wehren sich gegen Kritik und betonen die Bedeutung nachhaltiger Bewirtschaftung für Klimaschutz, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung.

Christian BengerKärntens Wälder leisten durch nachhaltige Bewirtschaftung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung.

© Foto: Helge Bauer ÖVP Kärnten

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Ver­tre­ter aus Forst­wirt­schaft, Land­wirt­schaft und Poli­tik wei­sen Berich­te zurück, die Kärn­tens Wäl­der als Kli­ma­pro­blem dar­stel­len. „Unse­re Wäl­der sind kei­ne Kli­ma­sün­der, son­dern ein wich­ti­ger Teil der Lösung“, betont LK-Prä­si­dent Sieg­fried Huber.

Mit rund 583.000 Hekt­ar Wald­flä­che zählt Kärn­ten zu den wald­reichs­ten Bun­des­län­dern Öster­reichs. Mehr als 60 Pro­zent der Lan­des­flä­che sind bewal­det. Jähr­lich wächst mehr Holz nach, als genutzt wird. Seit den 1970er-Jah­ren hat die Wald­flä­che um rund 34.000 Hekt­ar zuge­nom­men. Vor­aus­set­zung dafür sei eine nach­hal­ti­ge und akti­ve Bewirt­schaf­tung.

Holz wir­ke gleich mehr­fach posi­tiv auf das Kli­ma: Bäu­me bin­den CO₂, das in Holz­pro­duk­ten lang­fris­tig gespei­chert wird. Gleich­zei­tig ersetzt Holz ener­gie­in­ten­si­ve und fos­si­le Mate­ria­li­en wie Beton oder Stahl. Auch der Wald selbst pro­fi­tie­re von regel­mä­ßi­ger Pfle­ge, da die­se sta­bi­le und wider­stands­fä­hi­ge Bestän­de för­de­re.

Forst­re­fe­rent Mar­tin Gru­ber unter­streicht die Bedeu­tung der Wald­bau­ern für Kli­ma­schutz, Bio­di­ver­si­tät und regio­na­le Wert­schöp­fung. Jähr­lich wür­den hohe öffent­li­che Mit­tel in den Erhalt der Wäl­der inves­tiert. Gera­de für den länd­li­chen Raum sei­en Wald und Forst­wirt­schaft wich­ti­ge Wirt­schafts­fak­to­ren.

Ange­sichts zuneh­men­der Schä­den durch Tro­cken­heit, Stür­me und Schäd­lin­ge warnt Forst­ver­eins­prä­si­dent Johan­nes Thurn-Vals­as­si­na vor einem Ver­zicht auf Bewirt­schaf­tung. Pas­si­vi­tät sei der fal­sche Weg, um die Wäl­der kli­ma­fit zu hal­ten.

Kri­tik kommt auch an einer „irre­füh­ren­den Dar­stel­lung“ der Forst­wirt­schaft in Tei­len der Medi­en. Chris­ti­an Ben­ger betont, nach­hal­ti­ge Forst­wirt­schaft sei ein zen­tra­ler Bestand­teil des Kli­ma­schut­zes. Mat­thi­as Gra­nit­zer ver­weist dar­auf, dass der Haupt­ver­ur­sa­cher des Kli­ma­wan­dels wei­ter­hin fos­si­le Emis­sio­nen sei­en. Der Wald kön­ne die­se zwar min­dern, aber nicht allein aus­glei­chen.

Einig­keit herrscht dar­über, dass akti­ve Wald­be­wirt­schaf­tung und die ver­stärk­te Nut­zung hei­mi­schen Hol­zes wesent­lich zum Kli­ma­schutz bei­tra­gen. In lang­le­bi­gen Holz­pro­duk­ten kön­ne CO₂ über Jahr­zehn­te gespei­chert und gleich­zei­tig regio­na­le Wert­schöp­fung gesi­chert wer­den.

11.02.2026 17:00
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Christian BengerKärntens Wälder leisten durch nachhaltige Bewirtschaftung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung.

© Foto: Helge Bauer ÖVP Kärnten