Reaktionen auf Kritik
LK Kärnten verteidigt Wolfsverordnung
Die Landwirtschaftskammer Kärnten und der Almwirtschaftsverein haben die Wolfsverordnung verteidigt und Kritik von NGOs zurückgewiesen. Sie haben gesagt, dass Herdenschutz in der Praxis nicht ausreiche und dass die Zahl der Nutztierrisse mit den bestehenden Regeln deutlich gesunken sei.
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Kritik von NGOs
Die Landwirtschaftskammer Kärnten und der Almwirtschaftsverein Kärnten haben sich am 17. Februar gegen Kritik mehrerer NGOs gestellt. Es ist dabei um die Kärntner Wolfsverordnung sowie um das Alm- und Weideschutzgesetz gegangen.
Belastung für Almen
Die Landwirtschaftskammer hat betont, dass Risse bei Rindern, Schafen und Ziegen, verängstigte Tiere und hohe Mehrkosten für viele Betriebe Alltag seien. Gleichzeitig sei die Almwirtschaft in den vergangenen Jahren unter Druck geraten. Die LK hat außerdem festgehalten, dass der Wolf in Europa aus ihrer Sicht nicht mehr vom Aussterben bedroht sei.
Herdenschutz umstritten
Die LK hat auf eine Studie zum Lebensraum- und Konfliktpotenzial verwiesen und Herdenschutz als Lösung kritisch gesehen. Präsident Siegfried Huber hat erklärt, dass man in Kärnten keine Belehrungen aus „Großstadtbüros“ brauche und dass Almwirtschaft kein Versuchsfeld für praxisfremde Modelle sei.
Rückgang bei Nutztierrissen
Laut Angaben der LK sind 2022 in Kärnten 400 Nutztiere nachweislich von Wölfen gerissen worden. Josef Obweger, Obmann des Almwirtschaftsvereins, hat erklärt, dass die Risse mit Wolfsverordnung und Alm- und Weideschutzgesetz in den letzten drei Jahren um rund 75 Prozent zurückgegangen seien, obwohl mehr Wölfe nachgewiesen worden seien.
Forderung nach striktem Vorgehen
Landwirtschaftskammer und Almwirtschaftsverein haben ein striktes Wolfsmanagement gefordert. Nur so sei eine rasche und rechtssichere Entnahme von Problemwölfen möglich, um Tiere und Almbetriebe zu schützen.