Reaktionen auf Kritik

LK Kärn­ten ver­tei­digt Wolfs­ver­ord­nung

Die Landwirtschaftskammer Kärnten und der Almwirtschaftsverein haben die Wolfsverordnung verteidigt und Kritik von NGOs zurückgewiesen. Sie haben gesagt, dass Herdenschutz in der Praxis nicht ausreiche und dass die Zahl der Nutztierrisse mit den bestehenden Regeln deutlich gesunken sei.

LK Kärn­ten ver­tei­digt Wolfs­ver­ord­nung Landwirtschaftskammer und Almwirtschaftsverein haben an der Wolfsverordnung festgehalten.

© Symbolfoto Pixabay

Anzeige

Kri­tik von NGOs

Die Land­wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten und der Alm­wirt­schafts­ver­ein Kärn­ten haben sich am 17. Febru­ar gegen Kri­tik meh­re­rer NGOs gestellt. Es ist dabei um die Kärnt­ner Wolfs­ver­ord­nung sowie um das Alm- und Wei­de­schutz­ge­setz gegan­gen.

Belas­tung für Almen

Die Land­wirt­schafts­kam­mer hat betont, dass Ris­se bei Rin­dern, Scha­fen und Zie­gen, ver­ängs­tig­te Tie­re und hohe Mehr­kos­ten für vie­le Betrie­be All­tag sei­en. Gleich­zei­tig sei die Alm­wirt­schaft in den ver­gan­ge­nen Jah­ren unter Druck gera­ten. Die LK hat außer­dem fest­ge­hal­ten, dass der Wolf in Euro­pa aus ihrer Sicht nicht mehr vom Aus­ster­ben bedroht sei.

Her­den­schutz umstrit­ten

Die LK hat auf eine Stu­die zum Lebens­raum- und Kon­flikt­po­ten­zi­al ver­wie­sen und Her­den­schutz als Lösung kri­tisch gese­hen. Prä­si­dent Sieg­fried Huber hat erklärt, dass man in Kärn­ten kei­ne Beleh­run­gen aus „Groß­stadt­bü­ros“ brau­che und dass Alm­wirt­schaft kein Ver­suchs­feld für pra­xis­frem­de Model­le sei.

Rück­gang bei Nutz­tier­ris­sen

Laut Anga­ben der LK sind 2022 in Kärn­ten 400 Nutz­tie­re nach­weis­lich von Wöl­fen geris­sen wor­den. Josef Obwe­ger, Obmann des Alm­wirt­schafts­ver­eins, hat erklärt, dass die Ris­se mit Wolfs­ver­ord­nung und Alm- und Wei­de­schutz­ge­setz in den letz­ten drei Jah­ren um rund 75 Pro­zent zurück­ge­gan­gen sei­en, obwohl mehr Wöl­fe nach­ge­wie­sen wor­den sei­en.

For­de­rung nach strik­tem Vor­ge­hen

Land­wirt­schafts­kam­mer und Alm­wirt­schafts­ver­ein haben ein strik­tes Wolfs­ma­nage­ment gefor­dert. Nur so sei eine rasche und rechts­si­che­re Ent­nah­me von Pro­blem­wöl­fen mög­lich, um Tie­re und Alm­be­trie­be zu schüt­zen.

17.02.2026 17:00
Anzeige
LK Kärn­ten ver­tei­digt Wolfs­ver­ord­nung Landwirtschaftskammer und Almwirtschaftsverein haben an der Wolfsverordnung festgehalten.

© Symbolfoto Pixabay