Klagenfurt
3,5 Millionen Euro vom Land für Klagenfurter Uni-Ausbau
Das Land Kärnten will 3,5 Millionen Euro für den Ausbau der Universität Klagenfurt bereitstellen. In der Regierungssitzung am Dienstag soll eine Absichtserklärung für das 91,2-Millionen-Euro-Projekt beschlossen werden.
© Foto:AAU Klagenfurt/Waschnig
An der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wird ein Großprojekt konkret: In der nächsten Regierungssitzung am Dienstag soll eine Absichtserklärung für einen Infrastrukturzuschuss des Landes Kärnten in Höhe von 3,5 Millionen Euro beschlossen werden. Das Geld ist für den geplanten Erweiterungsbau der Universität vorgesehen, der unter dem Titel „22nd Century Center“ (22CC) firmiert.
Ein Bauprojekt mit 91,2 Millionen Euro Gesamtvolumen
Der Erweiterungsbau soll Raum für moderne Lehre, Forschung und universitäre Zusammenarbeit schaffen. Insgesamt ist das Projekt mit 91,2 Millionen Euro veranschlagt. Mit der nun geplanten Absichtserklärung zwischen dem Land Kärnten, der Bundesimmobiliengesellschaft und der Universität Klagenfurt soll ein wichtiger nächster Schritt gesetzt werden. Hochschulreferent und Landeshauptmann Peter Kaiser betont die Bedeutung des Vorhabens für den Bildungsstandort Kärnten. Man habe sich bei der Bundesregierung erfolgreich für den Ausbau eingesetzt und wolle Kärnten als einen der attraktivsten Studienstandorte Österreichs weiter stärken.
Universität als Motor für den Bildungsstandort
Für Kaiser ist das Projekt nicht nur ein Bauvorhaben, sondern auch ein Signal für die Zukunft des Landes. Kärnten solle national wie international stärker als tertiärer Bildungsstandort wahrgenommen werden. Er verweist dabei auf die Breite des Angebots: Mit der Pädagogischen Hochschule Kärnten, der Fachhochschule Kärnten, der Gustav-Mahler-Privatuniversität für Musik und der Alpen-Adria-Universität verfüge das Bundesland über vier Hochschulen – darunter mittlerweile zwei Volluniversitäten mit Doktoratsstudien. Der Ausbau in Klagenfurt sei daher auch Teil einer größeren Strategie, um Wissenschaft, Forschung und Ausbildung im Süden Österreichs stärker zu verankern.
Studentisches Wohnen soll mitgedacht werden
Neben der universitären Infrastruktur rückt auch das Thema studentisches Wohnen in den Fokus. Finanz- und Wohnbaureferentin Gaby Schaunig sieht darin einen wesentlichen Teil der Standortentwicklung. Wer Kärnten als attraktiven Hochschulstandort weiterentwickeln wolle, müsse auch leistbaren Wohnraum für Studierende schaffen, betont sie. Im Zuge der weiteren Projektentwicklung sollen daher auch konkrete Lösungen für studentisches Wohnen erarbeitet und umgesetzt werden. Das sei Teil der gemeinsamen Zielsetzung aller Beteiligten.
Neue Chancen durch die Koralmbahn
Großes Zukunftspotenzial sieht Kaiser zudem in der besseren Vernetzung mit der Steiermark durch die Koralmbahn. Gemeinsam entstehe ein neuer Bildungsraum mit insgesamt 14 Hochschulen und mehr als 82.000 Studierenden. Dieser neue Ballungsraum könne künftig noch stärker von Kooperationen in Lehre und Forschung profitieren. Nicht nur die Universität Klagenfurt, sondern die gesamte Region sei damit gut auf neue Herausforderungen vorbereitet, so Kaiser.
Entscheidung am Dienstag
Ob das Land Kärnten den Infrastrukturzuschuss von 3,5 Millionen Euro in Aussicht stellt, soll nun in der kommenden Regierungssitzung entschieden werden. Mit einem positiven Beschluss wäre der Weg für die Absichtserklärung frei – und für ein Projekt, das die Universität Klagenfurt langfristig baulich und strategisch stärken soll.