Wirtschaft

Ostern bringt dem Kärnt­ner Han­del sta­bi­le Umsät­ze

Zu Ostern 2026 bleibt der Kärntner Handel auf stabile Nachfrage eingestellt – auch wenn die Menschen gezielter und zurückhaltender einkaufen.

Ostern bringt dem Kärnt­ner Han­del sta­bi­le Umsät­ze Auch Handelsangestellte sollen die Möglichkeit haben, den Karsamstag mit ihren Familien zu verbringen, fordert die Gewerkschaft.

© KLiCK Kärnten/Galli

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Das Oster­fest bleibt für den Kärnt­ner Han­del auch im Jahr 2026 ein ver­läss­li­cher Wirt­schafts­fak­tor. Trotz einer etwas spür­ba­re­ren Zurück­hal­tung bei den Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten wer­den rund 18 Mil­lio­nen Euro an Aus­ga­ben erwar­tet. Damit bestä­tigt sich ein­mal mehr die gro­ße Bedeu­tung von Ostern – nicht nur als Fest im Fami­li­en­kreis, son­dern auch als wich­ti­ger Impuls für den regio­na­len Han­del.

Mehr­heit schenkt zu Ostern

Wie eine aktu­el­le Erhe­bung zeigt, pla­nen rund 76 Pro­zent der Kärnt­ne­rin­nen und Kärnt­ner, zu Ostern Geschen­ke zu machen. Gefei­ert wird dabei groß­teils im engs­ten Fami­li­en­kreis. Das Fest hat damit wei­ter­hin einen hohen Stel­len­wert und sorgt auch wirt­schaft­lich für eine sta­bi­le Nach­fra­ge. Aller­dings fällt auf, dass die Men­schen heu­er bewuss­ter ein­kau­fen. Die durch­schnitt­li­chen Aus­ga­ben pro Kopf­lie­gen mit rund 60 Euro unter dem Vor­jah­res­ni­veau. Das deu­tet dar­auf hin, dass Kauf­ent­schei­dun­gen stär­ker über­legt wer­den und der Fokus ver­mehrt auf geziel­ten, preis­lich über­schau­ba­ren Geschen­ken liegt.

Sta­tio­nä­rer Han­del bleibt ers­te Wahl

Beson­ders erfreu­lich für die hei­mi­schen Betrie­be: Der Ein­kauf vor Ort bleibt klar domi­nie­rend. 83 Pro­zent der Kärnt­ne­rin­nen und Kärnt­ner kau­fen ihre Oster­ge­schen­ke im sta­tio­nä­ren Han­del. Rund ein Drit­tel nutzt zusätz­lich auch den Online­han­del. Rai­mund Haberl, Obmann der Spar­te Han­del in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, sieht dar­in ein wich­ti­ges Signal: Ostern habe wei­ter­hin einen hohen Stel­len­wert, auch wenn Kon­sum­entschei­dun­gen heu­te stär­ker abge­wo­gen wür­den. Für den Han­del bedeu­te das eine Ver­schie­bung hin zu bewuss­te­ren Ein­käu­fen und klas­si­schen Geschenk­ideen. Wer online ein­kau­fe, sol­le dabei mög­lichst auf regio­na­le Anbie­ter set­zen, um die hei­mi­sche Wirt­schaft zu stär­ken und Arbeits­plät­ze in Kärn­ten zu sichern.

Süßes bleibt unan­ge­foch­te­ner Spit­zen­rei­ter

Bei den belieb­tes­ten Oster­ge­schen­ken zeigt sich ein gewohn­tes Bild: Süßig­kei­ten und Scho­ko­la­de blei­ben mit 65 Pro­zent die kla­re Num­mer eins. Dahin­ter fol­gen gefärb­te Eier mit 46 Pro­zent. Etwas an Bedeu­tung ver­lie­ren hin­ge­gen Spiel­zeug und Bar­geld, die jeweils nur noch bei rund 23 Pro­zent lie­gen. Dafür gewinnt ein ande­rer Bereich an Auf­merk­sam­keit: gemein­sa­me Erleb­nis­se wie Aus­flü­ge oder Ver­an­stal­tun­gen wer­den immer öfter ver­schenkt und kom­men bereits auf 17 Pro­zent.

Weni­ger Oster­ha­sen und Eier als im Vor­jahr

Ins­ge­samt wer­den heu­er in Kärn­ten rund eine Mil­li­on Scho­ko-Oster­ha­sen und etwa drei Mil­lio­nen Oster­ei­er­ver­schenkt. Das liegt leicht unter dem Vor­jahr und passt zum ins­ge­samt vor­sich­ti­ge­ren Kon­sum­ver­hal­ten. Trotz­dem bleibt die Bilanz posi­tiv: Ostern sorgt auch 2026 für sta­bi­le Kauf­im­pul­se im Kärnt­ner Han­del. Für die Bran­che ist das Früh­lings­fest damit wei­ter­hin ein wich­ti­ger Umsatz­brin­ger – und für vie­le Fami­li­en ein Anlass, Tra­di­tio­nen zu pfle­gen und gemein­sam zu fei­ern.

23.03.2026 12:00
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Ostern bringt dem Kärnt­ner Han­del sta­bi­le Umsät­ze Auch Handelsangestellte sollen die Möglichkeit haben, den Karsamstag mit ihren Familien zu verbringen, fordert die Gewerkschaft.

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