Kärnten
Pflegeheime fordern Gespräche in Kärnten
Pflegeheimbetreiber in Kärnten haben Gespräche mit der Politik gefordert. Sie kritisieren die Finanzierung und warnen vor Problemen bei Personal und Versorgung.
Dialog gefordert
Die Berufsgruppe der Alten- und Pflegeheime in Kärnten hat einen strukturierten Dialog mit der Politik gefordert. Private Betreiber stellen rund die Hälfte der stationären Pflegeplätze im Land sicher. Laut Christian Polessnig fordern die Heimbetreiber schon seit über einem Jahr Gespräche mit dem Land Kärnten. Schriftliche Forderungen an die zuständige Landesrätin sind laut Berufsgruppe bisher ohne Antwort geblieben.
Geld fehlt
Die Betreiber haben auch die Finanzierung kritisiert. In Kärnten gibt es laut Berufsgruppe die niedrigsten Sockelbeträge und Pflegeentgelte in Österreich. Gleichzeitig gilt auch hier der österreichweit einheitliche SWÖ-Kollektivvertrag. Dadurch entstehen ähnliche Personalkosten wie in anderen Bundesländern, aber die Finanzierung ist geringer.
Personal knapp
Neben dem Geld ist auch das Personal ein großes Thema. Die Berufsgruppe hat gefordert, dass in Kärnten mehr Pflegekräfte ausgebildet werden. Der Fachkräftemangel kann laut den Betreibern nicht mehr allein von den Einrichtungen gelöst werden. Auch die Ausbildung kostet viel und ist derzeit nicht ausreichend gedeckt.
Sorge um Versorgung
Die Berufsgruppe hat gewarnt, dass ohne Änderungen die Versorgungssicherheit in Kärnten gefährdet ist. Sie sieht das Problem nicht darin, dass Pflege zu teuer ist, sondern dass sie im System falsch finanziert wird. Ohne faire Rahmenbedingungen wird sich laut Berufsgruppe auch der Personalmangel nicht lösen.