Klagenfurt
Feuerwehr-Streit: Scheider spricht Machtwort
Bürgermeister fordert Ende der öffentlichen Anfeindungen und pocht auf rasche Umsetzung der Lösungsvorschläge des Landesfeuerwehrverbandes
Bürgermeister Christian Scheider fordert ein Ende des öffentlich ausgetragenen Feuerwehr-Streits und setzt auf eine rasche Lösung im Sinne der Sicherheit der Klagenfurter Bevölkerung.© Peter Just
Bürgermeister und Feuerwehrreferent Christian Scheider drängt auf eine rasche Beruhigung im Konflikt zwischen der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und den Freiwilligen Feuerwehren. Nach zuletzt öffentlich und in sozialen Medien ausgetragenen Auseinandersetzungen fordert Scheider beide Seiten auf, die Streitigkeiten sofort einzustellen und sich wieder auf ihre gemeinsame Aufgabe zu konzentrieren: die Sicherheit der Klagenfurter Bevölkerung.
„Streit muss sofort beendet werden“
„Ich verlange, dass der Vorschlag zur Konfliktlösung, der beiden Parteien vom Landesfeuerwehrkommandanten ausführlich präsentiert wurde, raschest möglich umgesetzt wird“, betont Scheider. Der Bürgermeister verweist dabei auf die fachliche Kompetenz des Landesfeuerwehrverbandes und stellt klar, dass nun nicht persönliche Befindlichkeiten, sondern konstruktive Lösungen im Mittelpunkt stehen müssten.
Gemeinsamer Termin soll Wogen glätten
Konkret wurde der Branddirektor aufgefordert, zeitnah zu einem gemeinsamen Termin einzuladen. Daran soll auch der Leiter des Leitstellenverbundes Kärnten teilnehmen. Für Scheider ist dieser Schritt entscheidend, um offene Fragen sachlich zu klären und eine tragfähige Basis für die künftige Zusammenarbeit zu schaffen.
Brücke zwischen Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr
Der Bürgermeister unterstützt ausdrücklich die Einschätzung des Landesfeuerwehrkommandanten, wonach zwischen den Organisationen wieder eine „Brücke“ gebaut werden müsse. Sowohl die Berufsfeuerwehr als auch die Freiwilligen Feuerwehren hätten in Klagenfurt einen unverzichtbaren Stellenwert. Die Berufsfeuerwehr erfülle mit klar definierten Aufgaben, Zonen und Pflichtbereichen eine zentrale Funktion, gleichzeitig seien die Freiwilligen Feuerwehren ein wesentlicher Bestandteil des bewährten Systems.
Bewährtes System für Klagenfurt sichern
Scheider hebt hervor, dass gerade das Zusammenspiel von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich dazu beigetragen habe, große Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Dieses System müsse im Interesse der Bevölkerung gesichert und weiterentwickelt werden.
Ehrenamt braucht beste Bedingungen
Den Freiwilligen Feuerwehren sollen laut Scheider bestmögliche Rahmenbedingungen geboten werden, damit sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit weiterhin motiviert ausüben können. Gleichzeitig fordert er von allen Beteiligten Respekt, Sachlichkeit und die Bereitschaft, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Scheider fordert Respekt statt Anfeindungen
„Für persönliche Anfeindungen über Medien ist definitiv kein Platz mehr“, stellt Scheider klar. Nun gelte es, sich zusammenzuraufen und die vorgeschlagenen Maßnahmen konsequent umzusetzen. Ziel müsse eine nachhaltige und positive Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens in Klagenfurt sein.
