Kraftwerk-Forstsee

Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung schnürt Reform- und Inves­ti­ti­ons­pa­ket

Regierung präsentiert 185 Zukunftsprojekte und Reformpläne – Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer kritisiert fehlende konkrete Maßnahmen und fordert mehr Tempo beim Bürokratieabbau.

Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung schnürt Reform- und Inves­ti­ti­ons­pa­ket LH Daniel Fellner und LHStv. Martin Gruber präsentierten nach der Regierungsklausur Reformpläne und Zukunftsprojekte für Kärnten – Kritik kommt von Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer.

© Foto: Büro Fellner

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Die Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung hat bei ihrer Klau­sur die Schwer­punk­te bis zum Ende der Legis­la­tur­pe­ri­ode fest­ge­legt. LH Dani­el Fell­ner und LHStv Mar­tin Gru­ber prä­sen­tier­ten am Mitt­woch ein Paket aus Refor­men, Dere­gu­lie­rung und Zukunfts­pro­jek­ten. Ins­ge­samt sol­len 185 Pro­jek­te Inves­ti­tio­nen von rund drei Mil­li­ar­den Euro in Kärn­ten aus­lö­sen.

Ver­wal­tung wird neu auf­ge­stellt

Ein zen­tra­ler Punkt ist die Struk­tur­re­form in der Lan­des­ver­wal­tung. Mit 1. Juli tritt die neue Orga­ni­sa­ti­on in Kraft: Künf­tig gibt es die Lan­des­amts­di­rek­ti­on sowie zehn Abtei­lun­gen mit meh­re­ren Unter­ab­tei­lun­gen. Bis 2031 sol­len durch Pen­sio­nie­run­gen rund 300 Stel­len abge­baut wer­den. Auch die Bezirks­haupt­mann­schaf­ten sol­len moder­ni­siert wer­den, die Stand­or­te blei­ben laut Fell­ner erhal­ten.

Weni­ger Büro­kra­tie, mehr Tem­po

Beim The­ma Dere­gu­lie­rung ver­weist die Regie­rung auf einen „Früh­jahrs­putz“ bei 140 Erläs­sen. Vie­le davon sol­len gestri­chen oder ange­passt wer­den. Nun sol­len auch Geset­ze auf Nut­zen und Umsetz­bar­keit über­prüft wer­den.

Mil­li­ar­den für Zukunfts­pro­jek­te

Zu den gro­ßen Vor­ha­ben zählt die Was­ser­schie­ne zur Absi­che­rung der Trink­was­ser­ver­sor­gung im Kärnt­ner Zen­tral­raum. Das Pro­jekt soll rund 130 Mil­lio­nen Euro kos­ten. Im Gesund­heits­be­reich sind neue Pri­mär­ver­sor­gungs­ein­hei­ten geplant, etwa ab Okto­ber 2026 in Blei­burg, danach in wei­te­ren Bezir­ken.

Woh­nen, Natur­schutz und Stand­ort im Fokus

Gru­ber kün­dig­te zudem Refor­men beim Wohn­bau und beim Natur­schutz­ge­setz an. Ziel sei es, jun­ge Men­schen und Fami­li­en zu ent­las­ten sowie wirt­schafts­freund­li­che­re Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen. Auch Lan­des­ge­sell­schaf­ten sol­len stär­ker gebün­delt auf­tre­ten, um Kärn­ten künf­tig ein­heit­li­cher zu ver­mark­ten

Kri­tik von Team Kärn­ten

Kri­tik an den prä­sen­tier­ten Ergeb­nis­sen kommt von Team Kärn­ten-Chef Bgm. Ger­hard Köfer. Er wirft der SPÖ/ÖVP-Lan­des­re­gie­rung vor, bei der Klau­sur vor allem Über­schrif­ten und Absichts­er­klä­run­gen gelie­fert zu haben. Es feh­le ein kla­rer Plan, wohin sich Kärn­ten ent­wi­ckeln sol­le und wel­che Refor­men wann umge­setzt wür­den. Köfer for­dert unter ande­rem ein Dere­gu­lie­rungs­ge­setz für Kärn­ten sowie eine „one-in-two-out“-Regel, wonach für jedes neue Gesetz zwei alte Rege­lun­gen gestri­chen wer­den sol­len. Auch bei Lan­des­ge­sell­schaf­ten und lan­des­na­hen Struk­tu­ren sieht er drin­gen­den Reform­be­darf: Dop­pel­glei­sig­kei­ten müss­ten rasch besei­tigt und vor­han­de­ne Mit­tel effi­zi­en­ter ein­ge­setzt wer­den.

04.06.2026 07:45
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Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung schnürt Reform- und Inves­ti­ti­ons­pa­ket LH Daniel Fellner und LHStv. Martin Gruber präsentierten nach der Regierungsklausur Reformpläne und Zukunftsprojekte für Kärnten – Kritik kommt von Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer.

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