Klagenfurt
Einigung bei Trauma-Orthopädie-Zentrum:
AUVA gibt grünes Licht für das Trauma-Orthopädie-Zentrum am Klinikum Klagenfurt: Versorgung wird gebündelt, Doppelstrukturen sollen wegfallen und das Alterstraumazentrum früher kommen.
© KABEG/Gleiss
Das geplante Trauma-Orthopädie-Zentrum Kärnten am Gelände des Klinikum Klagenfurt ist auf Kurs. Der Verwaltungsrat der AUVA gab am Montag grünes Licht für die Weiterentwicklung des Kooperationsprojekts mit KABEG und Land Kärnten. Damit soll die traumatologische und orthopädische Versorgung künftig an einem Standort gebündelt werden.
AUVA setzt Projekt am Klinikum-Gelände um
Die AUVA wird das neue Zentrum am Areal des Klinikum Klagenfurt errichten und betreiben. Die bestehenden Abteilungen für Unfallchirurgie und Orthopädie des Klinikums sollen in das neue Trauma-Orthopädie-Zentrum integriert werden. Geplant sind rund 66 vollstationäre sowie etwa 30 tagesklinische Betten.
Die Versorgung soll ambulant, tagesklinisch und stationär erfolgen. Eine vorgelagerte ambulante Einheit soll zudem als erste Anlaufstelle für eine bessere Patientenlenkung dienen.
Weniger Doppelstrukturen, mehr Synergien
Im Zuge der überarbeiteten Vereinbarung wird die AUVA künftig stärker auf bestehende Infrastruktur der KABEG zurückgreifen. Konkret betrifft das unter anderem Intensivstation, Schockraum und Hubschrauberlandeplatz. Damit sollen Doppelstrukturen vermieden und die Wirtschaftlichkeit des Projekts verbessert werden.
Das Land Kärnten beziehungsweise die KABEG beteiligt sich mit rund 60 Millionen Euro bis 2032. Die Mittel sollen in mehreren Tranchen von 2027 bis 2032 über den Kärntner Gesundheitsfonds fließen.
Alterstraumazentrum kommt früher
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist auch die frühere Umsetzung eines Alterstraumazentrums. Dafür sollen im neuen Gebäude rund 32 Betten entstehen, die von der KABEG betrieben und finanziert werden. Dort ist künftig die medizinische und pflegerische Nachbetreuung älterer Patientinnen und Patienten nach Operationen vorgesehen.
Bevor die Zusatzvereinbarung endgültig wirksam wird, muss sie noch den KABEG-Aufsichtsrat passieren. Auch für die Finanzierung über den Kärntner Gesundheitsfonds sind weitere Beschlüsse notwendig. Die AUVA rechnet mit dem Zuschlag an die ausführenden Unternehmen spätestens Anfang 2027. Die Inbetriebnahme des Trauma-Orthopädie-Zentrums ist bis 2031 beziehungsweise 2032 geplant.