Neue Struktur ab 2027
Kärnten bündelt Tourismus in neun Verbänden
Kärnten führt zahlreiche örtliche und regionale Tourismusorganisationen zu neun größeren Verbänden zusammen. Ab 2027 sollen Gemeinden und Betriebe dadurch klarere Zuständigkeiten und direkte Ansprechpartner bekommen.
Viele einzelne Stellen werden zusammengeführt
Kärnten ordnet seine Tourismusstruktur neu. Bisher haben zahlreiche örtliche Tourismusverbände und regionale Organisationen gemeinsam mit den Gemeinden den Tourismus in ihren jeweiligen Gebieten betreut. Diese bisher 125 Einheiten werden ab 1. Jänner 2027 zu neun größeren Tourismusverbänden zusammengeführt.
Gemeinden und Betriebe arbeiten künftig unter einem Dach
Die neuen Verbände umfassen jeweils mehrere Gemeinden und Tourismusbetriebe. Dadurch sollen Zuständigkeiten klarer geregelt und Aufgaben nicht mehr mehrfach erledigt werden. Die Kärnten Werbung bleibt weiterhin für die gemeinsame Vermarktung des Bundeslandes zuständig.
Zell und Feldkirchen wechseln die Region
Die neun Verbände orientieren sich größtenteils an den bisherigen Tourismusregionen. Änderungen gibt es bei Zell und Feldkirchen. Beide Gemeinden haben eine andere Zuordnung beantragt, die bei der neuen Einteilung berücksichtigt worden ist.
Kleinere Regionen bekommen eigene Ansprechpartner
Innerhalb der großen Verbände entstehen sogenannte Erlebnisräume. Damit sind kleinere Gebiete wie ein Tal oder die Region rund um einen See gemeint. Jeder Verband wird in ein bis drei solcher Bereiche unterteilt. Eigene Manager sollen dort als direkte Ansprechpartner für Gemeinden, Betriebe und Tourismusprojekte zur Verfügung stehen.
Erste Wahlen finden im Herbst statt
Die Vorstände der neuen Tourismusverbände sollen nach der Sommersaison gewählt werden. Die ersten Sitzungen sind ab Ende September beziehungsweise Anfang Oktober geplant. Offiziell starten die Verbände mit 1. Jänner 2027.
Rund 70 Millionen Euro pro Jahr
Künftig sollen jährlich rund 70 Millionen Euro an die neuen Tourismusverbände, die Kärnten Werbung sowie den Infrastruktur- und Mobilitätsfonds fließen. Aus dem Infrastrukturfonds stehen jedes Jahr rund acht Millionen Euro für touristische Projekte zur Verfügung.