KUNST TRIFFT HANDWERK
Kärntner Spenglerhandwerk verleiht der Kunst eine Stimme
Ein Sprachrohr aus Messing macht Ingeborg Bachmanns Poesie im kärnten.museum auf besondere Weise erlebbar. Dahinter steckt eine außergewöhnliche Zusammenarbeit zwischen Kunst und Kärntner Handwerk.
Kunst trifft Kärntner Handwerk: Ein eigens gefertigtes Sprachrohr aus Messing macht Ingeborg Bachmanns Gedicht „Erklär mir Liebe“ im kärnten.museum zu einem besonderen Klangerlebnis.© Foto: WKK/PSB
Kunst und Handwerk gehen in Kärnten eine außergewöhnliche Verbindung ein. Das Gestaltungsexperiment „INSIEME“ zeigt, wie kreative Ideen und handwerkliches Können gemeinsam einzigartige Kunstwerke entstehen lassen.
Handwerk trifft Kreativität
Im Rahmen von INSIEME arbeiten Künstlerinnen und Künstler mit Kärntner Handwerksbetrieben zusammen. Dabei entstehen Werke, die künstlerische Gestaltung mit handwerklicher Präzision verbinden.
Für die Landesinnung der Dachdecker, Glaser und Spengler bietet das Projekt die Gelegenheit, die kreative Seite des Spenglerhandwerks sichtbar zu machen. Denn neben technischen Fertigkeiten sind auch Materialgefühl, Formbewusstsein und gestalterisches Geschick gefragt.
Messing macht Poesie hörbar
Ein besonderes Beispiel ist die Installation „Erklär mir Liebe“ im kärnten.museum in Klagenfurt. Der Kärntner Spenglerbetrieb Reinbold fertigte dafür ein eigens gestaltetes Sprachrohr aus Messing an.
Das Kunstwerk widmet sich dem gleichnamigen Gedicht der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Konzipiert wurde die Installation von Nina Herzog und Stefan Streicher. Schauspieler Christian Kohlund verleiht dem berühmten Text seine Stimme.
Das kunstvoll gefertigte Sprachrohr bündelt den Klang und wird damit selbst zum sichtbaren und hörbaren Bestandteil der Installation.
Kostenloser Museumsbesuch
Wer das außergewöhnliche Zusammenspiel von Literatur, Kunst und Handwerk erleben möchte, hat dazu am Montag, dem 26. Oktober 2026, eine besondere Gelegenheit. Zum österreichischen Nationalfeiertag lädt das kärnten.museum zum Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt.
Die Installation ist noch bis Juli 2027 im Rahmen der Ingeborg-Bachmann-Ausstellung zu sehen.


