Kärnten

2‑G bringt Sport- und Frei­zeit-Betrie­be in Nöte

Nach 2-G-Regelung: Kärntens Sport- und Freizeit-Betriebe befürchten Umsatzrückgang von bis zu 40 Prozent. Die Wirtschaftskammer Kärnten fordert von der Politik dringend Unterstützungsmaßnahmen für diese Branche.

2‑G bringt Sport- und Frei­zeit-Betrie­be in Nöte Es benötigt Anstrengungen, um die Existenz von Betrieben der Freizeit- und Sport-Branche zu sichern.

© Pixabay/Ryan Qualls

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Exper­ten war­nen wegen ein­ge­schränk­ter Sportakti­vi­tä­ten wäh­rend der Pan­de­mie vor den gesund­heit­li­chen Lang­zeit­fol­gen. Den­noch ver­schärft die Poli­tik die Coro­na-Rege­lun­gen auch für Frei­zeit- und Sport-Betrie­be, bedau­ert die Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten.

Mas­si­ve Exis­tenz­ängs­te

Die Bran­che hat ange­sichts der hohen Infek­ti­ons­zah­len zwar Ver­ständ­nis für die Maß­nah­men, warnt aber auch vor den Aus­wir­kun­gen. „Unse­re Betrie­be leis­ten einen wesent­li­chen Bei­trag zum sozia­len Leben und zur Gesund­heits­prä­ven­ti­on. Man muss kein Medi­zi­ner sein, um zu wis­sen, dass es nicht gut für die Men­schen ist, die­ses Ange­bot ein­zu­schrän­ken“, sagt Andy Wank­mül­ler, Fach­grup­pen­ob­mann der Kärnt­ner Sport- und Frei­zeit-Betrie­be in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten. Die neu­en Ver­schär­fun­gen sor­gen nun für wei­te­re mas­si­ve Exis­tenz­ängs­te. „Ein wei­te­res Mal Kun­den zu ver­lie­ren, wer­den die meis­ten Betrie­be nicht schaf­fen“, warnt Wank­mül­ler.

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Andy Wank­mül­ler, Obmann der Fach­grup­pe Frei­zeit- und Sport­be­trie­be in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten
© WKK/Jost & Bay­er

„2,5 G wären sinn­vol­ler“

Sinn­vol­ler wäre es gewe­sen, eine 2,5‑G-Regelung für den Frei­zeit- und Sport-Bereich ein­zu­füh­ren. Dafür hät­ten auch die hohen Hygie­ne­stan­dards in der Bran­che gespro­chen, betont Wank­mül­ler: „Es gibt kei­ner­lei Hin­wei­se dar­auf, dass es in unse­ren Betrie­ben zu Infek­tio­nen oder Clus­ter-Bil­dun­gen gekom­men ist. Die Betrie­be haben sich vor­bild­lich an die vor­ge­ge­be­nen Maß­nah­men gehal­ten sowie Prä­ven­ti­ons­kon­zep­te erstellt und umge­setzt. Damit lagen wir deut­lich über den gefor­der­ten Stan­dards.“

Unter­stüt­zen­de Maß­nah­men

Um den Betrie­ben zumin­dest das betriebs­wirt­schaft­li­che Über­le­ben zu sichern, for­dert die Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten nun fol­gen­de Unter­stüt­zungs­maß­nah­men:

  • Umsatzersatz/Ausfallsbonus auf Basis der im Jahr 2019 erwirt­schaf­te­ten Umsät­ze
  • Aus­wei­tung des redu­zier­ten fünf­pro­zen­ti­gen Mehr­wert­steu­er­sat­zes auch auf Frei­zeit- und Sport­be­trie­be, diese sind noch immer von die­ser Tou­ris­mus-Unter­stüt­zung aus­ge­nom­men.
  • Absetz­bar­keit von Kurs­bei­trä­gen und Abon­ne­ments (im Rah­men der Arbeit­neh­mer­ver­an­la­gung)

Gäs­te- und Umsatz­rück­gang

Die Frei­zeit- und Sport-Bran­che besteht aus über­durch­schnitt­lich vie­len Fami­li­en­be­trie­ben und Ein-Per­so­nen-Unter­neh­men. Schnel­le und unbü­ro­kra­ti­sche Maß­nah­men sind, so Wank­mül­ler, erfor­der­lich, um den Zusam­men­bruch der Bran­che zu ver­hin­dern. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass der Kun­den­auf­bau nach ver­schärf­ten Maß­nah­men für Frei­zeit- und Sport-Betrie­be wesent­lich auf­wän­di­ger als für ande­re Bran­chen ist. Eine aktu­el­le Umfra­ge ergab, dass der lan­ge Lock­down zu einem Gäs­te­rück­gang von rund 40 Pro­zent geführt hat­te. Durch die 2‑G-Rege­lung wird nun wie­der ein Umsatz­mi­nus von 30 bis 40 Pro­zent erwar­tet.

Für die Betrie­be der Ver­an­stal­tungs­wirt­schaft, die eben­falls zu den Mit­glie­dern der Fach­grup­pe zäh­len, ist die Situa­ti­on beson­ders her­aus­for­dernd: In den ver­gan­ge­nen Tagen gab es bereits zahl­rei­che Stor­nie­run­gen. „Damit steht unse­re Bran­che mit dem Rücken zur Wand“, bringt es Wank­mül­ler auf den Punkt.

 

Wis­sens­wert

Rund tau­send Kärnt­ner Unter­neh­men zäh­len zu den Sport- und Frei­zeit-Betrie­ben. Jedes ist auf ein ande­res Gebiet im Rah­men der pro­fes­sio­nel­len Unter­hal­tung von Ein­hei­mi­schen und Gäs­ten spe­zia­li­siert.

08.11.2021 16:55 - Update am: 08.11.2021 17:00
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2‑G bringt Sport- und Frei­zeit-Betrie­be in Nöte Es benötigt Anstrengungen, um die Existenz von Betrieben der Freizeit- und Sport-Branche zu sichern.

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