Wirtschaftskammer

Stor­no-Wel­le in 84 Pro­zent der Tou­ris­mus-Betrie­be

Die Umsatzeinbrüche in Kärntens Hotellerie und Gastronomie wegen der 2-G-Regelung sind größer als befürchtet. Das ergibt eine Blitzumfrage der Wirtschaftskammer Kärnten.

Stor­no-Wel­le in 84 Pro­zent der Tou­ris­mus-Betrie­be Eine aktuelle Blitzumfrage unter Kärntens Hoteliers und Gastronomen zeigt auf: 84 Prozent der Betriebe sind von Stornierungen betroffen.

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Die 2‑G-Rege­lung hat mas­si­ve Aus­wir­kun­gen auf die Tou­ris­muswirt­schaft, schlägt die Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten Alarm. Eine aktu­el­le Blitz­um­fra­ge unter Kärn­tens Hote­liers und Gas­tro­no­men zeigt auf: 84 Pro­zent der Betrie­be sind von Stor­nie­run­gen betrof­fen. Ledig­lich 16 Pro­zent erhiel­ten bis­her kei­ne Absa­gen von Gäs­ten.

452 Betrie­be nah­men an Umfra­ge teil

„Unter die­sen 16 Pro­zent sind aber natür­lich auch Betriebs­ar­ten zu fin­den, bei denen Reser­vie­run­gen gene­rell kei­ne gro­ße Rol­le spie­len. Vie­le berich­ten außer­dem von Gäs­ten, die sich bis­her noch nicht gemel­det haben, aber ver­mut­lich auch absa­gen wer­den“, erläu­tert Josef Petrit­sch, Obmann der Spar­te Tou­ris­mus und Frei­zeit­wirt­schaft in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten. Mit wei­te­ren Stor­nie­run­gen ist des­halb zu rech­nen. Die 2‑G-Rege­lung führt zu grö­ße­ren Umsatz­ver­lus­ten, als zunächst ange­nom­men. Ins­ge­samt nah­men 452 Kärnt­ner Gas­tro­no­mie- und Hotel­le­rie-Betrie­be an der Umfra­ge teil.

Ver­lus­te zwi­schen 2.500 und 100.000 Euro

Die Betrie­be wur­den auch um Anga­be der geschätz­ten Scha­dens­hö­he durch aus­blei­ben­de Gäs­te gebe­ten. Hier sind die Anga­ben je nach Betriebs­art und ‑grö­ße sehr unter­schied­lich. Die Band­brei­te reicht von 2.500 bis über 100.000 Euro. In Sum­me ist mit einem Scha­den von über acht Mil­lio­nen Euro zu rech­nen. Inter­nen Schät­zun­gen zufol­ge geht man von etwa 85 Mil­lio­nen Euro Scha­den, umge­legt auf alle Gas­tro­no­mie- und Hotel­le­rie-Betrie­be in Kärn­ten, aus. „Die­se Zah­len ver­deut­li­chen die Dra­ma­tik für die rund 40.000 Beschäf­tig­ten in Kärn­tens Tou­ris­mus“, betont Petrit­sch. Er for­dert rasche und unbü­ro­kra­ti­sche Hil­fe durch die Poli­tik ein: „Eine wich­ti­ge Sofort­maß­nah­me wäre das Ver­län­gern des fünf­pro­zen­ti­gen Mehr­wert­steu­er­sat­zes bis Ende 2022. Zusätz­lich brau­chen wir drin­gend Umsatz­er­satz­maß­nah­men in der Höhe von 30 Pro­zent, um die schlimms­ten Ver­lus­te abzu­fe­dern.“

Kei­ne gesell­schaft­li­chen Fei­ern

Stor­niert wur­den vor allem gesell­schaft­li­che Fei­ern wie Weih­nachts- und Geburts­tags­fei­ern: 74 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­mer gaben an, dass sie bereits (meh­re­re) Stor­nie­run­gen für Fei­ern die­ser Art erhiel­ten. „Und wir spre­chen hier nicht von gro­ßen gesell­schaft­li­chen Ereig­nis­sen mit hun­dert oder mehr Gäs­ten, die­se waren heu­er ohne­hin kaum geplant. Abge­sagt wer­den nun unzäh­li­ge klei­ne Weih­nachts­fei­ern mit fünf bis zwan­zig Per­so­nen“, berich­tet Ste­fan Sternad, Obmann der Fach­grup­pe Gas­tro­no­mie in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten.

Ein­dring­li­cher Impf-Appell

Petrit­sch und Sternad rich­ten einen ein­dring­li­chen Appell an die Bevöl­ke­rung: „Imp­fen schützt nicht nur die Gesund­heit jedes Ein­zel­nen, son­dern ist ein wich­ti­ger soli­da­ri­scher Bei­trag, um unse­re Betrie­be und damit auch unse­re Arbeits­plät­ze zu erhal­ten. Eine höhe­re Impf­be­reit­schaft ist die Basis dafür, dass wir es alle gemein­sam durch die­se schwie­ri­ge Zeit schaf­fen.“

13.11.2021 08:57
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Stor­no-Wel­le in 84 Pro­zent der Tou­ris­mus-Betrie­be Eine aktuelle Blitzumfrage unter Kärntens Hoteliers und Gastronomen zeigt auf: 84 Prozent der Betriebe sind von Stornierungen betroffen.

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