ARA-Flugrettung
Rettungshubschrauber hebt bald auf dem Nassfeld ab
Jetzt ist es fix: Die ARA-Flugrettung betreibt in der Wintersaison 2021/2022 auf dem Nassfeld einen Notarzthubschrauber. Der neue „ARA-3“ steht auch für Primäreinsätze abseits der Skipiste zur Verfügung.
© ARA/Kika
Es gibt grünes Licht für den Notarzthubschrauber „ARA‑3“ auf dem Nassfeld. „Es war wahrlich keine leichte Geburt. Nun liegen aber alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen vor. Am 18. Dezember legen wir los“, freut sich Thomas Jank, Geschäftsführer der ARA-Flugrettung.
„ARA‑3“ im Flugeinsatz
Zuvor hatte das Unternehmen „Flymed“ das Kärntens größtes Skigebiet notärztlich aus der Luft versorgt. Im Jahr 2020 verstarb jedoch der Eigentümer. Das dadurch entstandene Vakuum in der notfallmedizinischen Versorgung wird nun durch die gemeinnützige ARA-Flugrettung beseitigt. Zum Einsatz kommt ein Notarzthubschrauber aus dem Hause „Airbus“ mit einer Drei- Personen-Crew, bestehend aus Pilot, Flugretter und Notarzt. „Der Rufname wird ‚ARA‑3‘ lauten“, verrät Stationsleiter Philipp Heidenreich.
Bei den Nassfeld-Bergbahnen, der Pramollo AG, ist Vorstand Christian Krisper erleichtert, dass es für die Stationierung des Notarzthubschraubers nun endlich grünes Licht von den Behörden gibt: „Die Sicherheit unserer Gäste liegt uns sehr am Herzen. Wir sind froh, dass wir nun mit der ARA-Flugrettung einen professionellen und verlässlichen Partner für die notfallmedizinische Versorgung unseres Skigebiets gewinnen konnten.“
Versorgung des Gail- und Lesachtals
Der Notarzthubschrauber wird die notfallmedizinische Versorgung des gesamten Gail- und Lesachtals sicherstellen. „Wir sind in das Kärntner Leitstellensystem vollumfänglich eingebunden und können daher tagsüber auch Primäreinsätze abseits der Skipiste absolvieren“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Andreas Grießer.
Wissenswert
Für die gemeinnützige ARA-Flugrettung sind aktuell 94 Personen im Einsatz: 13 Piloten, 13 Windenoperatoren, 19 Flugretter, 39 Notärzte und sieben Verwaltungskräfte. In Fresach und Reutte wird mit einer Vier-Mann-Crew (Pilot, Windenoperator, Flugretter und Notarzt) geflogen, die bei Bedarf sogar noch um weitere Spezialkräfte (Bergretter, Fachärzte, Intensivpfleger, Hundeführer bei Lawineneinsätzen …) ergänzt werden kann. Auf dem Nassfeld kommt eine Drei-Personen-Crew (Pilot, Windenoperator und Notarzt) zum Einsatz.
Die ARA-Flugrettung wurde im Jahr 2001 gegründet. Im August feierten die rot-weiß-roten Flugretter ihr 20-jähriges Bestehen. Das Unternehmen, das mit dem Kärntner Roten Kreuz kooperiert, gehört zur DRF Luftrettungs-Gruppe und betreibt in Österreich aktuell mit Fresach (Kärnten) und Reutte (Tirol) zwei Standorte.