Covid-Testchaos
Mandl fordert Aussetzen von Unternehmerstrafen
Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl kritisiert das Testchaos in Kärnten und fordert ein Aussetzen von Unternehmerstrafen. Denn: Unternehmer würden in eine heikle Situation geraten.
© WKK/Helge Bauer
Das zurzeit herrschende Testchaos, insbesondere bei den PCR-Gurgeltest in vielen Bundesländern und auch in Kärnten, verschärft die öffentliche Debatte. Dadurch würden viele Unternehmen in eine für sie heikle Situation geraten, warnt Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl.
Zwickmühle für Unternehmer
„Wir werden alle rechtlich möglichen Schritte ergreifen, damit unsere Unternehmer nicht in dieser Zwickmühle aufgerieben werden. Wie ich bereits gesagt habe: Wenn das Land erwartet, dass sich die Wirtschaft an die neuen Regelungen hält, muss es auch die Möglichkeit dafür schaffen“, kritisiert Mandl. Die Problemlage: Einerseits sind hier die ungeimpften Mitarbeiter, die nicht rechtzeitig die dringend erforderlichen Testergebnisse bekommen würden, und andererseits die Auftraggeber, die Pönalen einfordern könnten, wenn Aufträge nicht zeitgerecht zur Fertigstellung gebracht werden.
Kritik am Testchaos
„Ich appelliere sehr direkt an die zuständigen Politiker und Behörden, etwaige Strafen für Unternehmen und Mitarbeiter, die wegen des Testchaos die behördlichen Auflagen nicht erfüllen können, auszusetzen, bis die nötigen Vorkehrungen für die Einhaltung der Regeln getroffen worden sind“, wendet sich Mandl an Land und Bund. Er betont zusätzlich, das mangelhafte Corona-Management nicht auf dem Rücken von Unternehmen auszutragen. Zurzeit würden sich in der Wirtschaftskammer Anfragen von Unternehmer häufen, deren Mitarbeiter kontrolliert werden. Aus diesem Grund seien Unternehmer möglichweise von nicht abschätzbaren Strafen bedroht. Wenn sich der Corona-Sprecher des Landes öffentlich für das Testchaos entschuldige und gleichzeitig zugebe, dass es „keinen Plan B“ gebe, dann dürfe diese Situation nicht auf Kosten der Unternehmen und ihrer Beschäftigten gehen.

