Pläne der Klagenfurter ÖVP
Der Lendkanal als Strecke für Schwimmer
Die ÖVP mit Stadtrat Max Habenicht und Klubobfrau Julia Löschnig an der Spitze möchte Klagenfurts Stadtteile und Stadtviertel aufwerten und weiterentwickeln.
Wenige Tage nach der Angelobung der neuen Stadtregierung präsentierte die neue Spitze der Klagenfurter ÖVP, Stadtrat Max Habenicht und Klubobfrau Julia Löschnig, ihre Arbeitsschwerpunkte. Die Weiterentwicklung Klagenfurts liegt, so Habenicht, nicht nur im Interesse der Bürger der Landeshauptstadt: „Klagenfurt ist die sechstgrößte Stadt Österreichs. Wie wir die Aufgabe bewältigen, hat Bedeutung für den Kärntner Zentralraum und Auswirkungen auf das gesamte Bundesland.“
Gesamtkonzept für die Innenstadt
An erster Stelle steht für den Stadtrat für Wirtschaft und Tourismus die Entwicklung eines langfristigen und bereichsübergreifenden Gesamtkonzepts für die Klagenfurter Innenstadt. Habenicht kündigt einen transparenten Prozess an, in den sowohl Bürger als auch externe Experten eingebunden werden. Das betrifft die offene Frage der Bahnhofstraße ebenso wie das Management der Leerstände, die Entwicklung der Stadtteile und grundlegende Fragen wie urbane Mobilität. „Als passionierter Radfahrer werde ich hier Lösungen vorantreiben“, sagt Habenicht.
Kardinalsplatz und Bahnhofsviertel
Konkrete Pläne hat die Klagenfurter ÖVP etwa für den Kardinalsplatz, wo ein Kreativ-Viertel entstehen soll, mit Möglichkeiten für junges Wohnen, für Start-ups oder auch Coworking-Spaces. „Stadtteile und Plätze gehören schrittweise mit einem Gesamtkonzept entwickelt“, begründet Habenicht. Eines ist für den Unternehmer jedoch klar: „Der stationäre Handel wird weiter zurückgehen, die Fertigstellung der Koralmbahn und damit die Aufwertung des Bahnhofsviertels wird die Stadtstruktur verändern. Wir werden einen grundlegenden Wandel erleben, den wir durch neues Denken – zum Beispiel Familienwohnungen in der Innenstadt – gestalten müssen.“
Anreize für junge Menschen
Dem pflichtet Klubobfrau Julia Löschnig bei: „Die Krise hat aufgezeigt, wie sich unsere Arbeitswelt und damit auch das private Leben verändert. Klagenfurt muss als als Bildungs‑, Lebens- und Arbeitsstandort attraktiv für Arbeitnehmer, aber auch für Unternehmer werden.“ Nachsatz: „Wir müssen jungen Menschen Anreize bieten, in Klagenfurt zu bleiben und hier zu leben.“
Ideen für Lendviertel und Lendkanal
Dazu zählt für Löschnig die Belebung der Parkanlagen durch Open-Air-Coworking-Spaces, aber auch gezielte Entwicklung von Stadtvierteln wie dem Kardinalviertel, dem Lendviertel und der Achse von der Innenstadt zum Wörthersee. „Der Lendkanal ist eine im Alpenraum einzigartige Verbindung von der Innenstadt zum See“, schildert Löschnig. Die Klagenfurter ÖVP möchte das Lendviertel und den Lendkanal neu positionieren – als Ort der Begegnung in Zusammenarbeit mit der Gastronomie, für Kultur- und Literatur-Veranstaltungen, aber auch als Sportzone mit einer Schwimmstrecke für Schwimmer und Triathleten in Kooperation mit Klagenfurter Vereinen.
